Brot für Kobane

Noch immer erreichen uns grausame Bilder und Neuigkeiten über den  bereits seit Jahren anhaltenden Syrien Konflikt. Ein Krieg, der bislang circa 12 Millionen Menschen, und somit rund die Hälfte der Gesamtbevölkerung vor dem Krieg,  dazu zwang, ihr Zuhause hinter sich zu lassen und zu flüchten. Obwohl nicht alle Gebiete gleichermassen vom Krieg betroffen sind, so könnend die Menschen in Syrien überall zu Opfern derHoms, Syria - September 22, 2013: A woman walks near a residential area in the city of Homs destroyed in the fighting between the rebels of the Syrian National Army Gewalt werden und man ist nirgends wirklich sicher. Viele Syrer fliehen innerhalb des Landes in andere Regionen, wo sie teilweise vom Krieg eingeholt werden und weiterfliehen müssen. Andere fliehen in angrenzende Länder wie den Libanon oder die Türkei, wo sie in notdürftig aufgebauten Flüchtling Camps ausharren müssen. Dort warten sie auf die Möglichkeit weiter- oder zurückreisen zu können.

Obwohl die nordsyrische Stadt Kobane (oder Ain al-Arab) nach monatelangen Kämpfen heute fast nur noch aus Schutt und Asche besteht, kommen die ersten Rückkehrer langsam wieder in die Stadt. Syrer, die ihr Land verlassen mussten und Richtung Norden in die Türkei flüchteten, verlassen nun teilweise wieder die Camps und reisen zurück nach Kobane. Eine Stadt, die einer einzigen grossen Ruine gleicht.80% der einstigen Kulturmetropole sind zerstört. Es fehlt an allem: Strom, Wasser, bewohnbare Häuser…  Ausserdem liegen zwischen all den Trümmern noch immer Leichen, sowie nicht-explodierte Waffen aller Art, die die Aufräumarbeit extrem gefährlich gestalten. Trotzdem sind die Rückkehrer entschlossen, sich in Kobane wieder anzusiedeln und ihre Heimat neu aufzubauen.

Istanbul, Turkey - June 11, 2016: Syrian refugees living at Istiklal Avenue, known in English as Independence Avenue. These people fled violence in their country and live their life as homeless in Turkey.Durch den Krieg sind zum einen die Wohnhäuser zerstört worden, sodass sich die Menschen nun notdürftig in Zelten und Ruinen einrichten müssen. Zum anderen ist aber natürlich auch die ganze Infrastruktur vernichtet worden. Zur Wasser- und Stromknappheit kommen die Schwierigkeiten der Nahrungsmittelbeschaffung. Zusammen mit AVC hat ora international Schweiz deshalb eine Bäckerei errichtet, die täglich bis zu 20 Tonnen Brot produziert. Ziel ist es somit jeden Tag bis zu 30 000 Familien zu versorgen. Die Bäckerei steht und die Maschinen laufen auf Hochtoruen. Aber leider werden auch diesem Projekt Steine in den Weg gelegt. Die Rohstoffversorgung der Bäckerei über die Türkei ist inzwischen aufgrund der aktuellen Situation um die türkisch-syrische Grenze fast unmöglich. Deshalb wird versucht, die Lieferungen über den längeren, beschwerlichen Weg über den Irak einzuführen. Die mühsame Zutatenbeschaffung fordert Geduld und natürlich Geld.

Damit die Bäckerei weiterhin Brot produzierenAufkleber_74x105mm_hoch_Flyeralarm k5 und die schicksalsbetroffenen Menschen Kobanes ernähren kann, ist Unterstützung dringend nötig. Ora international und die Bäckerei Ernst möchten diese Unterstützung unbedingt gewährleisten und zusammen mit Ihnen dafür sorgen, dass das Projekt nicht an den Schwierigkeiten des Rohstofftransportes scheitert. Mit dem Kauf eines Syrienbrotes der Bäckerei Ernst spenden Sie daher automatisch 50 Rappen an die Bäckerei in Kobane. Das Brot für 4.70 Franken wird am 3. September am Toffe Märit erstmals verkauft. Danach ist es weiterhin in den Filialen der Bäckerei Ernst in Riggisberg und Wattenwil erhältlich.

Natürlich freuen wir uns auch immer über Spenden! Wenn Sie das Projekt in Kobane  sonst mit einem Beitrag unterstützen wollen, spenden Sie bitte auf unser Spendenkonto 30-19969-6 mit dem Vermerk „Brot für Kobane“.

 

Mehr zum Projekt in unserer Broschüre „Aktuell“ auf denSeiten 14/15

 

Infos:

http://www.avc-ch.org/de/wo-wir-helfen/syrien-tuerkei

http://www.spiegel.de/politik/ausland/krieg-in-syrien-alle-wichtigen-fakten-erklaert-endlich-verstaendlich-a-1057039.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/vom-is-belagerte-stadt-in-syrien-wie-koban-heute-aussieht-1.2646861

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