Kategorie-Archiv: Ruanda

Essenspäckli-Aktion “Satt zum Fest”

„Iss deinen Teller leer, in Afrika sind die Kinder hungrig“. Diesen Satz kennen Sie wahrscheinlich auch noch aus Ihrer Kindheit.  Wir haben damals nie verstanden, wie das Essen, das wir nicht mehr wollten, jemand anderes so weit weg hätte ernähren sollen. Heute verstehen wir es: Wir können zwar unseren Teller nicht teilen, aber wir können jede Mahlzeit aufessen aus Dankbarkeit, dass wir nicht von Hunger bedroht sind und es nie waren.

Nun könnten wir uns mit diesem Empfinden zufrieden geben. Weiterlesen

ora aktuell: Rumänien-Projekte weiter auf Förderung angewiesen

Frisch aus dem Druck: Die ora-Broschüre “aktuell” mit Neuigkeiten aus den Projektländern.

Aktuell, das ist auch immer noch die schwierige, finanzielle Situation der von ora unterstützten Einrichtungen in Gheorgheni/Rumänien. Weiterlesen

So feiert man Weihnachten in Ruanda

Wie in der Schweiz feiern auch unsere Patenkinder in Ruanda Weihnachten. Florence, unsere Projektpartnerin vor Ort, berichtet über das gelungene Weihnachtsfest:

Am 6. Dezember 2018 haben sich die Kinder, die über Patenschaften von ora unterstützt werden, versammelt, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Es wurde gut gegessen und getrunken, sowie Geschenke verteilt. Die Kinder waren begeistert und haben das Weihnachtsfest sehr genossen. Die jüngeren Kinder wurden von ihren Eltern begleitet.

Weihnachtsessen in Ruanda

Die Feier hat um 10:00 Uhr mit einem Gebet und einigen Liedern begonnen. Danach haben die Kinder ihre Schulerfahrungen miteinander geteilt. Einige berichteten, dass sie in der Schule sehr erfolgreich waren, während andere etwas mehr Schwierigkeiten hatten. Diese haben sich aber vorgenommen, sich im nächsten Jahr besonders zu bemühen. Weiterlesen

Vorfreude ist die schönste Freude: “Mäährry Christmas”-Aktion 2018

Wann haben Sie das letzte Mal so richtig Vorfreude verspürt? Dieses gespannte und aufgeregte Empfinden? Weihnachten gibt zum Beispiel ein solches Gefühl. Der Gedanke an das baldige Familienfest bewirkt jetzt schon eine gute Stimmung, oder?

Umgekehrt ist es bei Ereignissen, vor denen wir Angst haben. Sorgen, Ungewissheit – all das spannt uns an. Und dazu trägt bei uns im Moment leider noch die Situation der 69 Familien der Gemeinde Jali in Ruanda bei. Weiterlesen

Warum entscheidet man sich für einen Job bei einer Hilfsorganisation?

Florence, unsere Projektpartnerin aus Ruanda hat ein paar Fragen für uns beantwortet.

Florence mit ihrer Familie

Florence arbeitet bei Solace Ministries in Ruanda. Das ist eine christliche, unpolitische Non-Profit-Organisation, die sich den Bedürfnissen von Witwen und Waisen des Völkermordes von 1994 widmet. In nur 100 Tagen Bürgerkrieg starben fast eine Million Menschen und unzählige verloren ihre ganze Familie. Das Ziel von Solace Ministries ist es, zu einer alternativen Familie für Überlebende zu werden. Die Mitarbeiter bieten Unterstützung an und kreieren Netzwerke für diejenigen, die traumatisiert und einsam sind, um ihnen dabei zu helfen, ihre Zukunft positiv zu gestalten. Der holistische Ansatz ist ihnen sehr wichtig und beinhaltet alles von medizinischer Versorgung bis hin zu unterschiedlichen Bildungsmöglichkeiten. Florence arbeitet bei Solace Ministries als Koordinatorin der Sponsoring-Programme. Sie hat diesen Job gewählt, weil sie den direkten Kontakt zu den Leuten sehr schätzt. Sie sagt, das Beste an ihrem Job ist es definitiv, die positive Entwicklung der Menschen mitzuerleben, die Schwieriges durchgemacht haben. „Die Verwandlung sollte von innen kommen und sich dann auf das tägliche Leben übertragen. Es gibt immer Hoffnung, egal was passiert ist“, erklärt Florence im Interview. Auf die Frage, was denn die grösste Herausforderung in ihrem Job sei, erzählt Florence: „Für mich war und wird es auch in Zukunft die grösste Herausforderung sein, zu akzeptieren, dass ich nicht allen Leuten helfen kann, weil wir einfach nicht genügend Mittel zur Verfügung haben.“  Somit zeigt sich, dass der Job definitiv positive Seiten hat, wenn man miterleben darf, wie die Leute Freude am Leben entwickeln, doch man muss auch stark genug sein mit den Schattenseiten umzugehen und mit schweren emotionalen Schicksalen zurecht kommen können.  Für Florence überwiegt auf jeden Fall das Positive und sie möchte diese Erfahrungen, die sie durch ihre Arbeit machen durfte, auf keinen Fall missen.

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Schätze im Stall: Nutztiere und ihre Vorzüge

TitelDie 1. ora “aktuell” Ausgabe im 2018 ist erschienen! In dieser Broschüre widmen wir uns vorrangig dem Thema “Nutztiere”. Wir stellten uns die Frage: Kann ein Tier ein Leben verändern? Ja, es kann und zwar fundamental. Aber bitte überzeugen Sie sich selbst davon: Hier geht’s zur Broschüre im PDF-Format Weiterlesen

Bildung in Ruanda: Wenden Sie das Blatt im Leben eines Kindes!

????????????????????????????????????„Der Lehrer erklärt uns, dass wir zum Schreiben ein Schulheft mitbringen müssen. Das ist nicht einfach. Wir haben nicht viel Geld und Hefte sind sehr teuer. Wenn ich kein Heft zum Mitschreiben in der Schule habe, schreibe ich eben auf etwas anderem. Heute habe ich ein Stück Karton.“ Dieses Zitat stammt vom 13-jährigen Chadrack, der im ruandischen Kiyovu bei seiner Cousine lebt. Er ist gut in der Schule und geht auch gerne hin, aber, wie das Zitat genügend aufzeigt, kann er nicht alles aufschreiben, was er lernen muss und will. Denn in Ruanda müssen die Kinder für die Schulmaterialien selbst aufkommen und es gibt keine Chance, diese zu mieten. Für viele Familien, wie diejenige von Chadrack, sind die Kosten für die Schulmaterialen, dazu gehören Bücher, Schuluniformen und Schreibzeuge, schlichtweg zu hoch. Auch wenn sie ihre Kinder zur Schule schicken möchten, wird durch die Schulmaterialen eine manchmal nicht zu überwindende Schranke gesetzt. Was wären also die Konsequenzen? Kann Chadrack die Schule nicht besuchen oder werden ihm keine Schulmaterialien zur Verfügung gestellt, wird er wie seine Familie in der Armut stecken bleiben. Bildung ist seine Chance zu einem besseren, sorgenfreieren Leben. Weiterlesen

Nutztiere für Ruanda, Haiti und Indien

In den meisten Entwicklungsländern ist die erdrückende Armut der hiesigen Bevölkerung ein grosses Problem. Die Menschen haben keine oder nur sehr ungenügende Möglichkeiten, sich und ihre Familien ernähren zu können. Diese Armut geht auf verschiedenste Gründe zurück, sei dies mangelnde Bildung, ungenügende staatliche Strukturen, Menschenrechtsverletzungen oder fehlende Lebensgrundlagen. Die Korrektur dieser Gründe kann zu einem neuen, unbeschwerteren Leben führen. Nun soll auf die Vergabe einer neuen Lebensgrundlage eingegangen werden: Einem Nutztier.

DSC_0493ora international ist in drei Ländern mit Tieraktionen an der Entwicklung beteiligt: In Ruanda, Indien und Haiti. Bereits zwei Mal wurde in Ruanda eine Osteraktion mit der Vergabe von Hühnern durchgeführt, die beide Male viele Erfolge verzeichnen konnte. So konnte Josephine aus Ruanda eine kleine Hühnerzucht starten und verkauft ihre Eier oder das Fleisch auf dem örtlichen Markt. Eier sind ausserdem gesund und Teil einer nahrhaften Ernährung. Es steckt allerdings noch mehr hinter dieser Form einer Lebensgrundlage: werden mehreren Menschen oder Familien Nutztiere vergeben, kann Handel mit den Nutztieren selbst oder deren Produkten betrieben werden. Im Ergebnis werden die Familien unabhängiger und die Wirtschaft einer ganzen Gemeinde wird angekurbelt. Die Nutztiere für Ruanda, Indien und Haiti wurden allesamt bei einem örtlichen Bauern gekauft, dessen Portemonnaie sich dadurch auch aufgebessert hat. Denn Handel ist von besonderer Bedeutung, um die Wirtschaft eines Entwicklungslandes anzukurbeln. Weiterlesen

Die Bedeutung von Bildung

DSC_0077_webIn den vergangenen paar Wochen haben wir euch über die Bildung und Schulsysteme in den ora-Projektländern Haiti, Ruanda, Indien, Moldawien und Guinea-Bissau berichtet. Nun können wir im sechsten und letzten Teil unserer Serie über Bildung folgenden Schluss ziehen: Bildung bedeutet mehr als die  Erlernung des Alphabets und der Mathematik oder das Knüpfen von Freundschaften und Kontakten – Bildung ist das Finden eines Weges aus der Armut, das Vorantreiben menschlicher Entwicklung, das Brechen mit traditionellen Strukturen und die Verwirklichung eigener Wünsche. Mit anderen Worten: Bildung ist Zukunft.  Weiterlesen

Ruanda: Bildung mit vielen Herausforderungen

secondary school in rda

Herzlich Willkommen zum zweiten Teil unserer Bildungsserie! Heute möchten wir Ihnen das Schulsystem und dessen Bedeutung in Ruanda vorstellen. Das ostafrikanische Land befindet sich hinsichtlich verschiedener Faktoren im Aufbau, so ist der Index für die menschliche Entwicklung seit dem Jahr 2000 stetig angestiegen. Um weiteres wirtschaftliches und soziales Wachstum zu garantieren, ist aber noch einiges zu tun.

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