Schlagwort-Archiv: ora international

Was für ein krankes Gesundheitssystem! (Teil 2)

Bei den ora Patenschaften ist die medizinische Versorgung einer der Punkte, der bei uns im Vordergrund steht. Mit einer ora Patenschaft soll es dem Kind an nichts mangeln, schon gar nicht bei der Gesundheit. Doch wie genau helfen ora Patenschaften, die Gesundheit der Kinder zu verbessern? Wir blicken auf Rumänien:

Im Vordergrund stehen die Mahlzeiten: Durch gesunde Ernährung sollen die Patenkinder in Rumänien gestärkt werden. Jeden Monat bekommen die Familien ein Lebensmittelpäckchen mit verschiedenen Nahrungsmitteln. Somit ist es den Eltern möglich, gesund und ausgewogen für ihre Kinder zu kochen. Das ist wichtig, um das Immunsystem zu stärken, das Knochenwachstum zu fördern und die ganze Entwicklung des Kindes positiv zu beeinflussen. Vor allem viel Obst und Gemüse soll auf dem Speiseplan stehen. Doch auch langhaltende Lebensmittel wie Öl, Getreide oder Konserven sind Bestandteil der Lebensmittelpäckchen.

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Warum entscheidet man sich für einen Job bei einer Hilfsorganisation?

Florence, unsere Projektpartnerin aus Ruanda hat ein paar Fragen für uns beantwortet.

Florence mit ihrer Familie

Florence arbeitet bei Solace Ministries in Ruanda. Das ist eine christliche, unpolitische Non-Profit-Organisation, die sich den Bedürfnissen von Witwen und Waisen des Völkermordes von 1994 widmet. In nur 100 Tagen Bürgerkrieg starben fast eine Million Menschen und unzählige verloren ihre ganze Familie. Das Ziel von Solace Ministries ist es, zu einer alternativen Familie für Überlebende zu werden. Die Mitarbeiter bieten Unterstützung an und kreieren Netzwerke für diejenigen, die traumatisiert und einsam sind, um ihnen dabei zu helfen, ihre Zukunft positiv zu gestalten. Der holistische Ansatz ist ihnen sehr wichtig und beinhaltet alles von medizinischer Versorgung bis hin zu unterschiedlichen Bildungsmöglichkeiten. Florence arbeitet bei Solace Ministries als Koordinatorin der Sponsoring-Programme. Sie hat diesen Job gewählt, weil sie den direkten Kontakt zu den Leuten sehr schätzt. Sie sagt, das Beste an ihrem Job ist es definitiv, die positive Entwicklung der Menschen mitzuerleben, die Schwieriges durchgemacht haben. „Die Verwandlung sollte von innen kommen und sich dann auf das tägliche Leben übertragen. Es gibt immer Hoffnung, egal was passiert ist“, erklärt Florence im Interview. Auf die Frage, was denn die grösste Herausforderung in ihrem Job sei, erzählt Florence: „Für mich war und wird es auch in Zukunft die grösste Herausforderung sein, zu akzeptieren, dass ich nicht allen Leuten helfen kann, weil wir einfach nicht genügend Mittel zur Verfügung haben.“  Somit zeigt sich, dass der Job definitiv positive Seiten hat, wenn man miterleben darf, wie die Leute Freude am Leben entwickeln, doch man muss auch stark genug sein mit den Schattenseiten umzugehen und mit schweren emotionalen Schicksalen zurecht kommen können.  Für Florence überwiegt auf jeden Fall das Positive und sie möchte diese Erfahrungen, die sie durch ihre Arbeit machen durfte, auf keinen Fall missen.

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Klaudias bewegende Geschichte

Hunderte ora-Paten verändern bereits das Leben ihrer Patenkinder und geben ihnen damit die Chance auf eine bessere Zukunft.  Was aber genau bedeutet eine Patenschaft? Das möchten wir anhand von Patenkind Klaudia, ein 14-jähriges Mädchen aus Rumänien, zeigen.

Jedes einzelne unserer Patenkinder hat eine schwierige Vergangenheit hinter sich. Als Klaudia in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen wurde, war der Tod ihrer Mutter der Hauptgrund. Ihr Vater, der lange mit Herzproblemen zu kämpfen hatte, erklärte seiner Tochter schon früh, dass die Ärzte auch ihm nicht ewig helfen können. Erst vor kurzem ist nun auch er traurigerweise gestorben und hinterlässt eine riesige Lücke im Leben seiner Tochter und der anderen Familienangehörigen.

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Hochwasser in Indien

Der wochenlange Regen in Kerala (Südindien) hat dafür gesorgt, dass mindestens 40% von den 30 Millionen Einwohnern des Bundesstaates betroffen waren. In der Region sind mehr als 40 Flüsse über die Ufer getreten und viele Dörfer sind durch Erdrutsche immer noch abgetrennt. Seit letzter Woche ist auch unsere Projektleiterin Schwester Ephrem vor Ort in Vandipariyar. Schon letzte Woche haben wir darüber berichtet.

Es ist die vom Hochwasser am stärksten betroffene Gegend. Schwester Ephrem und ihr  Team konnten erste Hilfsmassnahmen einleiten, die wir durch Spenden finanzieren konnten. Dennoch ist es ihr und anderen Rettungsteams immer noch nicht möglich, alle Orte zu erreichen. Schwester Ephrem hält uns regelmässige auf dem Laufenden und nun müssen die Dinge in Kerala nach dem langen Regen wieder in Ordnung gebracht werden: Häuser, Strassen, Brücken und andere Infrastrukturen müssen dringend wieder aufgebaut werden. Die Überflutung hat tausenden Leuten das Leben gekostet, Ernten zerstört und Gebäude in Trümmer gelegt. Der Fokus von Schwester Ephrem und ihrem Team besteht darin, die Leute in den Hilfslagern zu versorgen, sowie materielle Unterstützung, wie Essen, Kleider und Hygieneartikel für diejenigen zu organisieren, die in ihr Zuhause zurückgekehrt sind.

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„Jeden Tag hörten wir die herzzerreissenden Schreie der Menschen“ (Schwester Ephrem, Südindien)

Sie haben es sicher auch in den Nachrichten gehört: der südindische Bundesstaat Kerala wurde von einer Jahrhundertflut durch starken Monsunregen heimgesucht. Hunderttausende wurden vom Wasser eingeschlossen. Verzweifelt schrien sie nach Hilfe. 1.2 Million Menschen wurden evakuiert, mehr als 400 Menschen sind in den Wassermassen ertrunken.

Niemand war auf eine solche Katastrophe vorbereitet und schon gar nicht, über eine Million Menschen mit Nahrung, Wasser und Unterkunft versorgen zu müssen.

Vor zwei Tagen erhielt ich einen Anruf von unserer Projektleiterin Schwester Ephrem aus Indien. Sie ist vor Ort in Vandiperiyar und bekräftigte die dramatische Situation: „Die Menschen haben nichts mehr. Sie sind obdachlos, haben nichts zu Essen. Nichts, um die Lage auch nur irgendwie durchzustehen.“

Mit einem Team von Sozialarbeitern, Krankenschwestern und freiwilligen Helfern startete Schwester Ephrem einen Noteinsatz und richtete ein Rettungslager für über Tausend Menschen ein. Sie plant, hunderte Hilfspakete zu verteilen, bestehend aus Essen und Trinkwasser, Kleidung, Bettdecken, Medizin und Haushaltsartikel. Diese Güter will sie im Nachbar-Bundesstaat Tamil Nadu einkaufen.

Um die Hilfspakete jedoch schnüren zu können, bat mich Schwester Ephrem um finanzielle Hilfe. Für mich war klar, dass ich dieser Bitte so schnell wie möglich nachkommen will. Doch alleine bin ich dazu nicht in der Lage. Werde ich wohl auf Ihre Spende zählen können? Ich hoffe es sehr!

Spenden mit dem Vermerk „Nothilfe Indien“ sind auf das ora Spendenkonto 30-19969-6 möglich. Vielen Dank für Ihr Dazutun!

Licht für Afrika

Vor kurzem bin ich auf eine Gruppe Menschen gestossen, die in Südafrika ein äusserst effizientes Projekt für die Entwicklungshilfe in Afrika auf die Beine gestellt haben: Das Sonnenglas. Ein Glas, das für viele Menschen in Afrika reine Sonnenergie in ein kleines Wunder umwandelt, das möchte ich Ihnen etwas genauer vorstellen.

02 Mit bunten Steinen am Abend auf der TerasseSchon seit 2010 werden in Südafrika Solarlampen aus alten Einweggläsern hergestellt, sogenannte Sonnengläser. Ziel war, eine sichere Lichtquelle für Menschen in Gebieten ohne Stromversorgung herzustellen, da die bisher verwendeten Petroleumlampen und Kerzen in ganz Afrika immer wieder grosse Brände auslösten. Das Erfolgsprojekt Sonnenglas hat bisher über 60 Arbeitsplätze geschaffen und ist unterdessen zum Kultobjekt Südafrikas geworden, denn es kann nicht nur optisch punkten, sondern auch in seiner Qualität und Lebensdauer. Deswegen dauerte es nicht lange, bis die Lampe weltweite Bekanntheit erlangen konnte. Egal ob an einem Gartenfest, auf dem Balkon oder als Laterne – das Sonnenglas verbreitet stets eine gemütliche Stimmung. Weiterlesen

Bastelstunde(n) bei ora international

IMG_4127Falls Sie sich fragen, was wir eigentlich während der vergangenen Weihnachtszeit gemacht haben, hier kommt die Auflösung!

Sorgfältig und voller Liebe haben wir in unserem Büro eine kleine Magnetfabrik eingerichtet, wo Hunderte von Fotos ausgedruckt, zugeschnitten, geklebt und versandfertig gemacht wurden.

Wir hoffen, dass Sie, liebe Paten und Patinnen, den Magneten Ihres Patenkindes erhalten haben und Sie von nun an immer ein Teil Ihres Schützlings bei sich zuhause haben können.