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Zukunft statt Trauma für ruandische Mädchen

Wer erinnert sich noch daran? Ruandas Menschen erleiden in den 1990er Jahren einen blu­tigen Genozid: Beim systematisch geplanten Massenmord sterben innert 100 Tagen über eine Million Menschen. Hunderttausende Frauen und Kinder werden zu Witwen und Waisen.

Die Ansteckung mit HIV ist ein bewusstes Kriegsmittel. Soldaten vergewaltigen 250‘000 Mädchen und Frauen, oft vielfach und mehrmals. Die Strategie: Sie sollen Kinder der anderen Ethnie gebären oder erkranken oder sterben. Am Besten in dieser Reihenfolge.

Yvette lebt mit diesem „Erbe“. Ihre Mutter Jeanne wird während des Blutrauschs mehrfach vergewaltigt, die beiden Söhne ermor­det. Ihr Mann und ihre Tochter sterben an kriegsbedingten Leiden. Sie selbst ist ein Kind der Nachkriegswirren. Ein Mann „nimmt“ sich die schwer traumatisierte Mutter. Yvettes Vater verstirbt aber ebenfalls, kurz nach ihrer Geburt – an AIDS. Weiterlesen