!!! Corona in oras Projektländern !!!

In oras Projektländern Rumänien, Moldawien, Indien, Haiti, Ruanda, Guinea-Bissau und Sierra Leone ist die Corona-Pandemie angekommen: Schulen und Kindergärten sind auch dort überall geschlossen. Öffentliche Treffen sind verboten. Mehr und mehr kommt alles zum Stillstand, wie in der Schweiz.

Die Corona-Krise aus den Blickwinkeln unserer Projektpartner:

Flostie und Nicolette

In Haiti gibt es aktuell 2 bestätigte Corona-Fälle. ora-Partner Nick Avignon von COFHED schreibt uns dazu: „Unsere MitarbeiterInnen haben die Kinder aus unseren Schulen in Lougou und Raymond bereits aufgeklärt, wie sie sich schützen können. Flostie und Nicolette, unsere zwei Krankenschwestern, wollen mit einem Megaphon durch die Dörfer gehen um allen Familien zu erklären, wie sie dem Virus vorbeugen können.“

In Rumänien und Moldawien gibt es eine Ausgangssperre. ora-Mitarbeiterin Enikö aus Gheorgheni in Rumänien schreibt: „Man hat uns verboten, im Moment die Senioren, Familien und Patenkinder Zuhause zu besuchen. Wir können ihnen keine Lebensmittelpakete oder Medikamente bringen. Wir müssen sie in dieser Situation alleine lassen. Das ist unglaublich hart.“ Daniela vom ora-Team in Moldawien bekräftigt: „Es wurde von der Regierung verkündet, das diejenigen, die ohne einen triftigen Grund ihr Haus jetzt verlassen, mit einer Strafe belegt werden. Die Aktivitäten in den Kindertagesstätten müssen deshalb jetzt ruhen. Das ist ein schwieriger Zustand, weil die Kinder in unseren Einrichtungen meist die einzige richtige Mahlzeit am Tag essen konnten.“

Workshop zum Thema Hygiene und Hände waschen

In Guinea-Bissau wurde im Waisenhaus Casa Emanuel unterdessen ein Workshop zum richtigen Händewaschen mit den Kindern durchgeführt. Eltern, Familienangehörige und andere Personen von ausserhalb dürfen das Waisenhausgelände zum Schutz derzeit nicht betreten.

Schwester Ephrem aus Indien meldet: „In den letzten Wochen hat sich das Virus auch in Indien verbreitet. Wir haben die Schulen geschlossen und warten auf die nächsten Anordnungen der Regierung. Wir wurden gebeten, Kontakt zu vermeiden und keine Versammlungen zu organisieren. Wir dürfen die Armen und Kranken in den Spitälern nicht besuchen. Die Sommerlager müssen wir in diesem Jahr schweren Herzens auch absagen. Wir müssen unseren Sozialarbeiterinnen sagen, dass wir im Moment keine Arbeit für sie haben. Sie werden enttäuscht sein, aber was soll ich tun? Welche Arbeit kann ich ihnen geben?“ Jean von Solace Ministries in Ruanda äussert ebenfalls Angst: „Die Arbeitsbedingungen sind sehr eingeschränkt. Die Menschen können ihren Geschäften nicht mehr nachgehen. Das Einkommen fehlt.“

Gerade jetzt ist unsere Hilfe und unser Beistand für Menschen in Not enorm wichtig. Denn anders als in der Schweiz haben die allermeisten Menschen in oras Projektländern wenig bis keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, bekommen keine Entschädigung für ihren Einkommensausfall und erhalten bislang auch keine staatlichen Finanzhilfen. Sie sind durch die Corona-Krise noch drastischer von Armut bedroht.

Für die Privilegien, die wir in der Schweiz mit Spitälern, Einrichtungen und staatlicher Unterstützung haben, sollten wir dankbar sein. Deshalb ist unsere Solidarität für Menschen in Not heute wichtiger denn je!

In dieser Zeit werden oras Gesundheits- und Versorgungsprojekte umso bedeutungsvoller:

Wie das Latrinen-Bauprojekt. Eine gute Hygiene ist wichtig, um die Ansteckung und Ausbreitung von Viren vorzubeugen. Was aber, wenn schon einfachste sanitäre Einrichtungen fehlen? Die Menschen sind Keimen schutzlos ausgeliefert. Für die allermeisten Menschen in oras Projektorten in Indien und Haiti ist das traurige Realität. Deshalb unterstützt ora den Bau von Latrinen und startet ein Aufklärungsprogramm zum Thema Hygiene. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Auch oras Aktion „Zmittag teilen“ gewinnt jetzt noch mehr an Bedeutung. Durch die Vergabe einer Mittagsmahlzeit an die Kinder in den von ora unterstützten Schulen in Haiti wird nicht nur ihre Leistungsfähigkeit gesteigert. Nein, ein nahrhaftes Essen stärkt auch ihr Immunsystem. Lesen Sie hier mehr.

Wir bitten euch: Bleibt ora und vor allem den Menschen in unseren Projekten weltweit verbunden. Wir danken für eure Gebete und Spenden! oras Spendenkonto: 30-19969-6