Schlagwort-Archiv: Ruanda

Briefe an die Patinnen und Paten

kind6(update)Soeben konnten wir unseren Patinnen und Paten wieder ein „Update“ von den jeweils von ihnen unterstützten Patenfamilien weiterleiten. Denn zum Ende des letzten Jahres haben sich alle Patenkinder mit einem Brief für die Unterstützung bedankt und von sich und ihren Erlebnissen im letzten halben Jahr erzählt. Diese Briefe für die Paten zu lesen, zu übersetzen und für den Weiterversand aufzubereiten war eine spannende Arbeit. So verschieden die kleinen und grösseren Kinder aus den unterschiedlichsten Ländern wie Indien, Haiti, Ruanda, Guinea-Bissau, Rumänien und Moldawien sind, so unterschiedlich fallen auch ihre Berichte aus. Weiterlesen

Emanzipation „dank“ Völkermord

Als ich neulich in der Frauenzeitschrift „Annabelle“ blätterte, entdeckte ich einen Artikel, der sofort meine Neugier weckte. Es war eine Reportage über die Frauen Ruandas mit dem verlockenden Titel „Das Frauenwunderland“. Nicht zuletzt weil ora international eng mit den Frauen in Ruanda zusammenarbeitet, habe ich mich gedanklich in den Artikel gestürzt und würde nun gerne einige Fakten und Überlegungen mit Ihnen teilen. Der Link zum Artikel finden Sie am Ende des Beitrags.

IMG_0903Die Erfolgsgeschichte, wie der Artikel bezeichnet wird, handelt von der unglaublich rasanten Emanzipation der Frauen in Ruanda und beginnt mit dem Holocaust von 1994. Es kämpften die Hutu gegen die Tutsi, die Ackerbauern gegen die Viehwirte. Das Töten schien kein Ende zu nehmen. Nach drei Monaten waren eine Million Menschen tot, davon hauptsächlich Männer.  Schätzungen zufolge betrug der Frauenanteil der Bevölkerung unmittelbar nach dem Genozid 70 Prozent. Weiterlesen

ora aktuell: Es ist so viel geschehen

TitelbildManchmal ist es nur ein kleiner Anstoss, der Unglaubliches leistet. ora kümmert sich um die Ärmsten der Armen, um Kinder, ihre Familien,alte Menschen, körperlich oder geistig Versehrte.

Finden Sie hier die Broschüre mit den aktuellen Berichten, u.a.: Weiterlesen

Schulgärten für Ruanda: Unterstützung, die Früchte trägt

outdoor teachingDie schrecklichen Gräueltaten Mitte der 90er Jahre sitzen nach wie vor tief in der Bevölkerung. Auch Ruandas Wirtschaft erholt sich nur sehr, sehr langsam. Das Land ist überbevölkert und es herrscht erstickende Armut. Trotzdem Ruanda über fruchtbare Böden verfügt, fehlen vielen Einheimischen die notwendigen Kenntnisse einer Gewinn bringenden Bewirtschaftung. Um den Menschen Ruandas eine echte Chance für die Zukunft zu bieten, wollen wir uns für den Aufbau von Schulgärten einsetzen. Weiterlesen

Zukunft statt Trauma für ruandische Mädchen

Wer erinnert sich noch daran? Ruandas Menschen erleiden in den 1990er Jahren einen blu­tigen Genozid: Beim systematisch geplanten Massenmord sterben innert 100 Tagen über eine Million Menschen. Hunderttausende Frauen und Kinder werden zu Witwen und Waisen.

Die Ansteckung mit HIV ist ein bewusstes Kriegsmittel. Soldaten vergewaltigen 250‘000 Mädchen und Frauen, oft vielfach und mehrmals. Die Strategie: Sie sollen Kinder der anderen Ethnie gebären oder erkranken oder sterben. Am Besten in dieser Reihenfolge.

Yvette lebt mit diesem „Erbe“. Ihre Mutter Jeanne wird während des Blutrauschs mehrfach vergewaltigt, die beiden Söhne ermor­det. Ihr Mann und ihre Tochter sterben an kriegsbedingten Leiden. Sie selbst ist ein Kind der Nachkriegswirren. Ein Mann „nimmt“ sich die schwer traumatisierte Mutter. Yvettes Vater verstirbt aber ebenfalls, kurz nach ihrer Geburt – an AIDS. Weiterlesen

Post aus fernem Lande

Zweimal im Jahr erhalten unsere Paten Nachricht von ihrem Patenkind. Diese sind individuell von den Kindern gestaltet oder es ist ein Bericht von den betreuenden Personen oder Lehrern.

Die Kinder schreiben an ihre Gotte-Eltern in der Schweiz und lassen sie wissen wie es ihnen geht, wie ihnen die Schule gefällt, wie sie die Freizeit gestalten und vieles mehr.
So entstehen wunderbare Freundschaften über hunderte und tausende von Kilometern hinweg.

Lassen Sie sich berühren von diesen Beispielen der Patenpost und verändern auch Sie ganz persönlich und nachhaltig das Leben Ihres Gotte-Meitschis oder Gotte-Buebs.


> Bitte spenden Sie mit dem Vermerk „
Patenschaftsarbeit
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Vielen Dank!

Fakten und Zahlen: Ruanda

Ruanda war 1994 Schauplatz einer der blutigsten Völkermorde des letzten Jahrhunderts: 1 Million Menschen starben innert 100 Tagen. Angehörige der Hutu-Mehrheit töteten rund 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten.

Ländergrafik Ruanda

Der zentralafrikanische Staat ist das am dichtesten bevölkerte Land Afrikas. Er liegt in Ostafrika als Binnenstaat eingeschlossen. Ein Grossteil der Bevölkerung im „Land der tausend Hügel“ ist in der Landwirtschaft tätig. Obwohl mit zwei Regenperioden sehr fruchtbar, leben 60 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Ruanda ist eines der ärmsten und am höchsten verschuldeten Länder der Welt.

Massenvergewaltigung, totale Demütigung, Vernichtung
Die bewusste Ansteckung mit HIV zählte zu den Strategien während des Völkermordes. Gezielte Vergewaltigungen durch HIV-positive Soldaten waren alltäglich. Die UNICEF schätzt die Zahl auf bis zu 500‘000 vergewaltigte Mädchen und Frauen. Von den Überlebenden sind 70 Prozent mit HIV infiziert. Viele Kinder und Frauen wurden Zeuge unvorstellbarer Gewalttaten, Brutalität und von Morden gegenüber geliebten Menschen. Über 80 Prozent der Ruander leiden unter diesen Erlebnissen. Vor allem Waisenkinder und Witwen blieben schwerst traumatisiert zurück. Weiterlesen