Schlagwort-Archiv: Patenschaft

Bildung in Indien

Mit über eine Milliarden Bewohnerinnen und Bewohnern gehört Indien zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt und es weist nach China das zweitgrösste Bildungssystem auf. Indien kämpft jedoch nach wie vor gegen grosse Armut, Ungleichheit und Analphabetismus.

2009 wurde Bildung in Indien als fundamentales Recht in der Verfassung festgeschrieben. Seitdem unterliegen Kinder von 6 bis 14 Jahren der Schulpflicht. Ihnen wird also ein kostenloser Schulbesuch garantiert, doch trotzdem gehen viele Kinder nicht zur Schule. Warum? Tatsächlich weigern sich Eltern, ihre Kinder in die Schule zu schicken, denn wer lernt, dem fehlt die Zeit zum Betteln. So denken verarmte Familien in Indien, die täglich um ihr Überleben kämpfen. Kinderarbeit ist dort sehr weit verbreitet. Ab dem Alter von fünf Jahren fangen Kinder teilweise schon an zu arbeiten.

Das teure an den Schulen ist nicht der Unterricht selbst, sondern das Schulzubehör. Mit einer ora Patenschaft wird dafür gesorgt, dass die Kinder Geld bekommen, um sich Bücher, Notizhefte, Schreibzeug und ein Mittagessen zu leisten. Ausserdem dient das Geld einer Patenschaft auch dazu, eine Schuluniform zu kaufen. Schwester Ephrem, unsere Projektpartnerin aus Indien erklärt, dass Schuluniformen dazu dienen, dass alle Kinder gleich angesehen werden und es somit keine Diskriminierung gibt. Viele Kinder können die Schule nicht besuchen, weil den Eltern eben genau dieses Zusatzgeld für das ganze „Zubehör“ fehlt und genau da setzt ora an: Die ora Patenschaften bieten also den Eltern finanzielle Entlastung und somit können die Kinder in die Schule geschickt werden.

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Klaudias bewegende Geschichte

Hunderte ora-Paten verändern bereits das Leben ihrer Patenkinder und geben ihnen damit die Chance auf eine bessere Zukunft.  Was aber genau bedeutet eine Patenschaft? Das möchten wir anhand von Patenkind Klaudia, ein 14-jähriges Mädchen aus Rumänien, zeigen.

Jedes einzelne unserer Patenkinder hat eine schwierige Vergangenheit hinter sich. Als Klaudia in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen wurde, war der Tod ihrer Mutter der Hauptgrund. Ihr Vater, der lange mit Herzproblemen zu kämpfen hatte, erklärte seiner Tochter schon früh, dass die Ärzte auch ihm nicht ewig helfen können. Erst vor kurzem ist nun auch er traurigerweise gestorben und hinterlässt eine riesige Lücke im Leben seiner Tochter und der anderen Familienangehörigen.

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Verändern Sie Samukthas Leben zum Positiven! Seien Sie ihr neuer Pate!

Die 8-jährige Samuktha wartet sehnsüchtig darauf, einen Paten oder eine Patin zu bekommen. Ich möchte Ihnen gerne verraten, warum:

Samukthas grösster Wunsch ist es, eine gute Ausbildung zu haben, um irgendwann einmal auf ihren eigenen Beinen stehen zu können. Doch ohne finanzielle Unterstützung wird dies nicht möglich sein, denn Samuktha wuchs schon immer unter äusserst schlechten Bedingungen auf. Ihre Eltern trennten sich schliesslich und Samuktha wurde von Verwandten aufgenommen, die aber ebenfalls kaum genug Essen für sie haben. Für Samuktha ist es sehr schwierig, wenn sie ständig um Essen, Kleidung und Unterkunft   bangen muss. Aber Essen und Schule, das können sich ihre Verwandten einfach nicht leisten.

Ernährung und Schulbildung- das sind Grundbedürfnisse, die bei uns in der Schweiz als selbstverständlich angesehen werden, doch in Indien sieht das ganz anders aus. Eine Patenschaft wäre für Samuktha eine grosse Stütze, um ihr Leben in eine positive Richtung lenken zu können. Mit nur 50 Franken pro Monat könnte Samuktha mit Schuluniform und Schulmaterial ausstaffiert werden und das Schulgeld bezahlen. All das, was ihre Verwandten ihr eben nicht auf Dauer ermöglichen könnten. Weiterlesen

Briefe an die Patinnen und Paten

kind6(update)Soeben konnten wir unseren Patinnen und Paten wieder ein „Update“ von den jeweils von ihnen unterstützten Patenfamilien weiterleiten. Denn zum Ende des letzten Jahres haben sich alle Patenkinder mit einem Brief für die Unterstützung bedankt und von sich und ihren Erlebnissen im letzten halben Jahr erzählt. Diese Briefe für die Paten zu lesen, zu übersetzen und für den Weiterversand aufzubereiten war eine spannende Arbeit. So verschieden die kleinen und grösseren Kinder aus den unterschiedlichsten Ländern wie Indien, Haiti, Ruanda, Guinea-Bissau, Rumänien und Moldawien sind, so unterschiedlich fallen auch ihre Berichte aus. Weiterlesen

25 Jahre ora international Schweiz

ora international Schweiz hat Geburtstag!

guinea-bissau1Seit 25 Jahren leistet ora nun bereits nachhaltige Entwicklungshilfe in verschiedenen Ländern weltweit! Im Fokus stehen dabei stets die Kinder. Kinder, die in bedürftigen Familien aufwachsen, erhalten durch das Patenschaftsprogramm regelmässige Unterstützung. Damit werden zum einen Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung und medizinische Versorgung abgedeckt, zum andern wird den Kindern somit aber auch ermöglicht die Schule zu besuchen. Dies ist uns besonders wichtig, denn Kinder, die eine Ausbildung machen können,  erhöhen somit ihre Chancen auf ein besseres Leben und eine perspektivenreiche Zukunft. Denn das Ziel nachhaltiger Entwicklung ist, dass sie mit der Zeit selbsttragend und dadurch überflüssig wird. Weiterlesen

Kindheitserinnerungen

Als ich ein Kind war, war ich Spurensucherin. Eine Zeit lang habe ich zusammen mit meiner besten Freundin jeden Tag nach der Schule interessante Spuren aufgespürt und diese verfolgt. Wir haben immer etwas gefunden. Einmal glaubten wir sogar, wir hätten die Spur von einem Marder am Waldrand entdeckt. 532758_3734409404108_319101477_n-jpgkopieIch war mir zwar nicht ganz sicher, was genau der Zusammenhang zwischen Marder und Mörder ist, jedoch war ich davon überzeugt, dass es einen geben muss. Auf jeden Fall war diese Spurensuche eine der aufregendsten und abenteuerlichsten. Ausserdem war ich als Kind erfolgreiche   Verkäuferin. Immer wieder haben mein Bruder und ich unseren Strassenverkaufsstand geöffnet und die zufällig vorbeikommenden Passanten mit einer überwältigenden Auswahl an atemberaubend schönen Steinen von unserem Kiesweg und einzigartigen Gänseblümchen aus dem Garten beglückt. Manchmal kombinierten wir die Blumen sogar noch mit einem Büschel Gras und Klee, sodass wir die Kundschaft mit völlig ausgefallenen Zusammenstellungen und richtig üppigen Blumensträussen richtiggehend begeistern konnten. Ich war aber auch Zirkusartistin. Weiterlesen

Emanzipation „dank“ Völkermord

Als ich neulich in der Frauenzeitschrift „Annabelle“ blätterte, entdeckte ich einen Artikel, der sofort meine Neugier weckte. Es war eine Reportage über die Frauen Ruandas mit dem verlockenden Titel „Das Frauenwunderland“. Nicht zuletzt weil ora international eng mit den Frauen in Ruanda zusammenarbeitet, habe ich mich gedanklich in den Artikel gestürzt und würde nun gerne einige Fakten und Überlegungen mit Ihnen teilen. Der Link zum Artikel finden Sie am Ende des Beitrags.

IMG_0903Die Erfolgsgeschichte, wie der Artikel bezeichnet wird, handelt von der unglaublich rasanten Emanzipation der Frauen in Ruanda und beginnt mit dem Holocaust von 1994. Es kämpften die Hutu gegen die Tutsi, die Ackerbauern gegen die Viehwirte. Das Töten schien kein Ende zu nehmen. Nach drei Monaten waren eine Million Menschen tot, davon hauptsächlich Männer.  Schätzungen zufolge betrug der Frauenanteil der Bevölkerung unmittelbar nach dem Genozid 70 Prozent. Weiterlesen

Ein Znüni voller Vitamine

Moldawien– seit vielen Jahren sind wir von ora hier schon im Einsatz. Dabei ist uns wohl nichts so häufig begegnet, wie die heimtückische Krankheit Tuberkulose. In Moldawien leiden so viele Menschen an Tuberkulose wie in kaum einem anderen Land. Die oft katastrophalen Lebensverhältnisse grosser Familien auf engem Raum begünstigen die Ansteckung mit der Lungenkrankheit. Viele leiden unter Mangelernährung. Die Abwehrsysteme, insbesondere der Kinder, sind zu schwach, um sich gegen den Erreger zu wehren.

Tuberkulose kann ganz leicht über das Husten oder Niesen übertragen werden. Die 4-jährige Adriana beispielsweise lag kürzlich zwei Monate wegen einer TBC-Infektion im Krankenhaus, weil sie beim Spielen im Park mit einem infizierten Kind in Kontakt gekommen war.

Auch wenn die Krankheit nicht gleich ausbricht, die Kinder sind oft krank, haben keinen Appetit und leiden unter Atemwegsbeschwerden. Und wie schützt man am besten ein angegriffenes Immunsystem? Mit Vitaminen natürlich! Weiterlesen

Eine Patenschaft für Rita

0251-Basquin RitaIch möchte Ihnen heute die junge Rita aus Haiti vorstellen. Sie und ihre Familie leiden unter den schweren Lebensbedingungen, die ihnen vorliegen. Das Land wurde 2010 vom verheerenden Erdbeben und 2012 vom Hurrikan „Sandy“ schwer erschüttert. Bis heute sind viele Gebäude und Häuser noch nicht wieder aufgebaut, denn der Grossteil der Bevölkerung leidet unter Armut und kann sich kein neues Zuhause leisten. Auch Rita teilt dieses Schicksal, hier ist ihre Geschichte:

Mein Name ist Rita, ich bin 9 Jahre alt und besuche die 3. Klasse. Ich habe drei Brüder und eine Schwester, die ich sehr gerne habe. Zusammen mit unserer Mama leben wir in einem kleinen Haus mit zwei Räumen in Raymond, das liegt im Norden von Haiti. Unsere Wände sind vor einiger Zeit kaputt gegangen. Jetzt brauchen wir stattdessen einfach Planen. Ich schlafe zusammen mit meiner Mama und meiner Schwester Woodline im selben Bett, denn niemand von uns will sich auf den erdigen Boden legen. Weiterlesen