Schlagwort-Archiv: ORA aktuell

Erdbeben in Haiti

Vergangene Woche ereignete sich in Haiti ein Erdbeben der Stärke 5.9. Bislang ist von 15 Todesopfern und 333 Verletzten die Rede. Im Nordwesten des Landes seien mehr als 7‘000 Häuser beschädigt oder zerstört worden. Angaben zufolge war das Beben in allen Teilen des Landes zu spüren und es brach in mehreren Ortschaften Panik aus. Die Bewohner in unseren Projektdörfern, Lougou und Raymond, in Haiti sind gottseidank wohlauf und wurden verschont. Madeleine, unsere Projektleiterin berichtet, dass sie das Beben im Süden Haitis, wo sich  die beiden ora-Projektorte befinden, zwar mitbekommen haben, doch der grösste Teil des Bebens und die Schäden sind im Norden passiert.

Haiti ist bekannt für Naturkatastrophen: Schon im Jahr 2010 wurde der verarmte Karibikstaat von einem heftigen Erdbeben der Stärke 7 erschüttert. Mehr als 220‘000 Menschen kamen damals ums Leben. Damit handelt es sich um das schwerste Erdbeben in der Geschichte Nord- und Südamerikas. Insgesamt waren über drei Millionen Menschen, also etwa ein Drittel der Bevölkerung Haitis, von dem Erdbeben betroffen. Noch heute leiden die Menschen unter dieser Katastrophe, denn viele Haitianer leben immer noch in Notunterkünften. Weiterlesen

Warum entscheidet man sich für einen Job bei einer Hilfsorganisation?

Florence, unsere Projektpartnerin aus Ruanda hat ein paar Fragen für uns beantwortet.

Florence mit ihrer Familie

Florence arbeitet bei Solace Ministries in Ruanda. Das ist eine christliche, unpolitische Non-Profit-Organisation, die sich den Bedürfnissen von Witwen und Waisen des Völkermordes von 1994 widmet. In nur 100 Tagen Bürgerkrieg starben fast eine Million Menschen und unzählige verloren ihre ganze Familie. Das Ziel von Solace Ministries ist es, zu einer alternativen Familie für Überlebende zu werden. Die Mitarbeiter bieten Unterstützung an und kreieren Netzwerke für diejenigen, die traumatisiert und einsam sind, um ihnen dabei zu helfen, ihre Zukunft positiv zu gestalten. Der holistische Ansatz ist ihnen sehr wichtig und beinhaltet alles von medizinischer Versorgung bis hin zu unterschiedlichen Bildungsmöglichkeiten. Florence arbeitet bei Solace Ministries als Koordinatorin der Sponsoring-Programme. Sie hat diesen Job gewählt, weil sie den direkten Kontakt zu den Leuten sehr schätzt. Sie sagt, das Beste an ihrem Job ist es definitiv, die positive Entwicklung der Menschen mitzuerleben, die Schwieriges durchgemacht haben. „Die Verwandlung sollte von innen kommen und sich dann auf das tägliche Leben übertragen. Es gibt immer Hoffnung, egal was passiert ist“, erklärt Florence im Interview. Auf die Frage, was denn die grösste Herausforderung in ihrem Job sei, erzählt Florence: „Für mich war und wird es auch in Zukunft die grösste Herausforderung sein, zu akzeptieren, dass ich nicht allen Leuten helfen kann, weil wir einfach nicht genügend Mittel zur Verfügung haben.“  Somit zeigt sich, dass der Job definitiv positive Seiten hat, wenn man miterleben darf, wie die Leute Freude am Leben entwickeln, doch man muss auch stark genug sein mit den Schattenseiten umzugehen und mit schweren emotionalen Schicksalen zurecht kommen können.  Für Florence überwiegt auf jeden Fall das Positive und sie möchte diese Erfahrungen, die sie durch ihre Arbeit machen durfte, auf keinen Fall missen.

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Hochwasser in Indien

Der wochenlange Regen in Kerala (Südindien) hat dafür gesorgt, dass mindestens 40% von den 30 Millionen Einwohnern des Bundesstaates betroffen waren. In der Region sind mehr als 40 Flüsse über die Ufer getreten und viele Dörfer sind durch Erdrutsche immer noch abgetrennt. Seit letzter Woche ist auch unsere Projektleiterin Schwester Ephrem vor Ort in Vandipariyar. Schon letzte Woche haben wir darüber berichtet.

Es ist die vom Hochwasser am stärksten betroffene Gegend. Schwester Ephrem und ihr  Team konnten erste Hilfsmassnahmen einleiten, die wir durch Spenden finanzieren konnten. Dennoch ist es ihr und anderen Rettungsteams immer noch nicht möglich, alle Orte zu erreichen. Schwester Ephrem hält uns regelmässige auf dem Laufenden und nun müssen die Dinge in Kerala nach dem langen Regen wieder in Ordnung gebracht werden: Häuser, Strassen, Brücken und andere Infrastrukturen müssen dringend wieder aufgebaut werden. Die Überflutung hat tausenden Leuten das Leben gekostet, Ernten zerstört und Gebäude in Trümmer gelegt. Der Fokus von Schwester Ephrem und ihrem Team besteht darin, die Leute in den Hilfslagern zu versorgen, sowie materielle Unterstützung, wie Essen, Kleider und Hygieneartikel für diejenigen zu organisieren, die in ihr Zuhause zurückgekehrt sind.

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„Jeden Tag hörten wir die herzzerreissenden Schreie der Menschen“ (Schwester Ephrem, Südindien)

Sie haben es sicher auch in den Nachrichten gehört: der südindische Bundesstaat Kerala wurde von einer Jahrhundertflut durch starken Monsunregen heimgesucht. Hunderttausende wurden vom Wasser eingeschlossen. Verzweifelt schrien sie nach Hilfe. 1.2 Million Menschen wurden evakuiert, mehr als 400 Menschen sind in den Wassermassen ertrunken.

Niemand war auf eine solche Katastrophe vorbereitet und schon gar nicht, über eine Million Menschen mit Nahrung, Wasser und Unterkunft versorgen zu müssen.

Vor zwei Tagen erhielt ich einen Anruf von unserer Projektleiterin Schwester Ephrem aus Indien. Sie ist vor Ort in Vandiperiyar und bekräftigte die dramatische Situation: „Die Menschen haben nichts mehr. Sie sind obdachlos, haben nichts zu Essen. Nichts, um die Lage auch nur irgendwie durchzustehen.“

Mit einem Team von Sozialarbeitern, Krankenschwestern und freiwilligen Helfern startete Schwester Ephrem einen Noteinsatz und richtete ein Rettungslager für über Tausend Menschen ein. Sie plant, hunderte Hilfspakete zu verteilen, bestehend aus Essen und Trinkwasser, Kleidung, Bettdecken, Medizin und Haushaltsartikel. Diese Güter will sie im Nachbar-Bundesstaat Tamil Nadu einkaufen.

Um die Hilfspakete jedoch schnüren zu können, bat mich Schwester Ephrem um finanzielle Hilfe. Für mich war klar, dass ich dieser Bitte so schnell wie möglich nachkommen will. Doch alleine bin ich dazu nicht in der Lage. Werde ich wohl auf Ihre Spende zählen können? Ich hoffe es sehr!

Spenden mit dem Vermerk „Nothilfe Indien“ sind auf das ora Spendenkonto 30-19969-6 möglich. Vielen Dank für Ihr Dazutun!

Wir sind am Toffe Märit dabei!

Blog3BildDiesen Samstag, den 5. September, ist ora international mit einem Stand zur Kampagne „BH als Airbag gegen Gewalt“ auf dem Märit in Toffen vertreten. Die Aktion wurde von ora international ins Leben gerufen, um Opfer von häuslicher Gewalt im Frauenhaus Gheorgheni in Rumänien zu helfen. Die BH Kampagne hilft diesen Frauen, ein selbständiges und gewaltfreies Leben aufzubauen:

Nach wie vor sammeln wir fleissig alte BHs, die wir in das Frauenhaus schicken. Die Frauen dort waschen, reparieren und verschönern die ausrangierten BHs und bieten sie zum Wiederverkauf an. Das eingenommene Geld kommt den Frauen zugute. So schenkt ein alter BH den Frauen ein Stück Freiheit und hilft ihnen, in ein besseres, gewaltfreies Leben zu starten.

Besuchen Sie uns diesen Samstag auf dem Märit in Toffen, spenden Sie Ihre alten BHs und unterstützen Sie so von Gewalt betroffene Frauen in Rumänien!

 

ora aktuell: Es ist so viel geschehen

TitelbildManchmal ist es nur ein kleiner Anstoss, der Unglaubliches leistet. ora kümmert sich um die Ärmsten der Armen, um Kinder, ihre Familien,alte Menschen, körperlich oder geistig Versehrte.

Finden Sie hier die Broschüre mit den aktuellen Berichten, u.a.: Weiterlesen

Hilfsaktion! Brennholz

ora_Rumaenienreise_Brennholz_2014_05_16Wenn im November das Wetter kalt wird, die Stürme kommen und der Regen, dann freuen wir uns auf unsere Wohnzimmer. Wir drehen die Heizung hoch, vielleicht haben wir sogar einen kleinen Kamin, der so schöne Wärme im Raum verbreitet. Der Winter kann kommen. Weiterlesen

Einladung Projektreise: Mit ora nach Rumänien

ora_Rumaenienreise_Titelbild_2014_05_16Mit dem Sturz des Diktators Nicolae Ceausescu vor 25 Jahren, erlebte die künstlich hochgepuschte Industrie Rumäniens einen Wirtschaftlichen Niedergang. Das Land blutet aus, es verarmt. Wer bleibt verdient nichts oder wenig, bei Lebenserhaltungskosten auf dem niveau anderer EU-Staaten. Machen Sie sich selbst ein Bild. Begleiten Sie ora auf einer Projektreise zu aktuellen Hilfsprojekten in Gheorgheni. Weiterlesen

Mein Praktikum bei ora

Mein Praktikum bei ora-international in der Schweiz

Das bin ich.Vor drei Monaten kam ich in die, zu dem Zeitpunkt mir unbekannte, Schweiz um bei ora internationl ein Praktikum zu absolvieren. Ich, Sarah Eisen, studiere in Deutschland Kulturwissenschaften im Bachelor und wollte, nachdem fest stand, dass ich im Rahmen meines Studiums ein Praktikum machen soll, sofort am Liebsten in die Schweiz. Mit Freude las ich das Inserat für ein Praktikum bei ora international in der Schweiz, welches sich unter anderem in den Bereichen Marketing und Webdesign bewegte. Mit Begeisterung habe ich mich für dieses beworben und umso grösser war die Freude, als ich eine Zusage erhalten habe.

Gespannt und voller Erwartungen trat ich meinen ersten Arbeitstag Mitte Juli an. Ich wurde sehr warmherzig und freundlich empfangen. Schon im Vorfeld hatte ich Kontakt zu der wundervollen Ulrike Fechner, die bei ora international arbeitet.

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