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Unser Projekt in Haiti: Einblick einer Mitarbeiterin

ora-Patenschaften erstrecken sich über viele Länder, mit dem Ziel, Kindern und ihren Familien eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Dazu ist eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig, damit die Patenkinder in den diversen Ländern optimal betreut und versorgt werden können. Unsere Partnerorganisation in Haiti heisst COFHED und diese möchten wir Ihnen etwas näher bringen:

Nicaise und Madeleine Avignon gründeten COFHED 2001 mit Unterstützung mehrerer enger Freunde in Minnesota. Im September 2002 zogen die Avignons ins Camp Perrin im Süden Haitis und begannen, die von extremer Armut betroffenen Dörfer zu erkunden. Lougou war das erste Dorf, das um Hilfe bat. Im Jahr 2003 begann COFHED, die Lougou-Gemeinschaft in gemeindegeführte Initiativen einzubinden, um die spirituellen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren anzugehen, die ihr Leben beeinflussen.

Das Ziel von COFHED ist es, den Leuten von Lougou und anderen süd-haitianischen Dörfern die nötige Eigenverantwortung, Werkzeuge und Ausbildung zu geben, die sie für ihren Erfolg benötigen. Die ist der einzige Weg, um einen dauerhaften Wandel von Armut zu Selbstversorgung zu erreichen. Die Mitarbeiter von COFHED streben nach einem Haiti, in dem jeder Mensch als beitragender Bürger in der Gemeinschaft anerkannt und geschätzt wird. Eine Mitarbeiterin von COFHED hat uns im folgenden Interview ein paar Einblicke in ihre Arbeit gewährt:

Maudeline (im weissen Oberteil) mit den Mädchen im Sommer-Camp

Frage: Wer bist du und was ist dein Job?
Antwort: Mein Name ist Maudeline. Ich arbeite Teilzeit für COFHED als eine der Patenschafts-Koordinatoren. Wir haben eine Partnerschaft mit zwei Gemeinschaften, nämlich Lougou und Raymond. Normalerweise gehe ich in diese Gemeinschaften, um Fotos zu machen und besuche die Kinder Zuhause, um Informationen über sie zu erhalten. Im Sommer arbeite ich in unserem Kinderclub und unterrichte die Kinder in Kunsthandwerk. Ich verbringe auch Zeit im Büro und tausche aktuelle Informationen mit ora aus.

Frage: Warum hast du dich für diesen Job entschieden?
Antwort: Die Arbeit bei COFHED ist eine Chance, das Leben der Kinder dieser Gemeinschaften zu verändern.  Dieser Job ermöglicht es mir, mit Menschen zu interagieren und auch meine zwischenmenschlichen Fähigkeiten zu schärfen. Ich liebe Kinder wirklich und ich denke, die Arbeit mit ihnen ist eine meiner grössten Freuden. Die Kinder sind wundervoll. Es ist etwas, das ich schon immer gerne getan habe.

Frage: Was ist das Beste an deinem Job?
Antwort: Mit den Kindern zusammen zu sein ist eines der besten Dinge in meinem Job. Ich mag es, zu sehen, wie sie sich verändern und wachsen. Manchmal fotografieren wir auch zusammen und sie lieben es, Selfies zu machen. Manchmal tanzen sie füreinander und das hilft ihnen zu lachen, während sie Fotos von einander machen. Sie bringen viel Freude in mein Leben. Ich möchte alles geben, um sie zum Strahlen zu bringen, denn für mich sind sie das Licht des Universums.

Frage: Was ist die grösste Herausforderung in deinem Job?
Antwort: Wir haben Herausforderungen in allem, was wir tun. Manchmal ist es schwierig, von den Eltern konkrete Informationen über ihre Kinder zu bekommen. Sie wollen zum Teil nicht wirklich die Wahrheit über einige persönliche Informationen der Kinder sagen, weil sie zu denken scheinen, dass sie mehr Vorteile bekommen könnten, wenn sie bei ihren Lebensbedingungen übertreiben. Trotzdem versuchen wir, einen Weg zu finden, Informationen zu erhalten, die wirklich der Realität entsprechen.

Frage: Hast du eine kleine Anekdote, die du erzählen kannst? Vielleicht etwas, das du in deinem Job erlebt hast, was dich geprägt hat.
Antwort: Ich komme ursprünglich aus Lougou, und ich weiss, dass es in der Vergangenheit für die Kinder sehr schwer war, zur Schule zu gehen. Jetzt bin ich wirklich froh, dass alle Kinder dank oras Unterstützung die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen. In Lougou und Raymond hat es jeweils eine Schule.  Ich fühle mich wirklich glücklich darüber und das gibt mehr Kraft, um ihnen noch mehr zu helfen.

 

Klaudias bewegende Geschichte

Hunderte ora-Paten verändern bereits das Leben ihrer Patenkinder und geben ihnen damit die Chance auf eine bessere Zukunft.  Was aber genau bedeutet eine Patenschaft? Das möchten wir anhand von Patenkind Klaudia, ein 14-jähriges Mädchen aus Rumänien, zeigen.

Jedes einzelne unserer Patenkinder hat eine schwierige Vergangenheit hinter sich. Als Klaudia in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen wurde, war der Tod ihrer Mutter der Hauptgrund. Ihr Vater, der lange mit Herzproblemen zu kämpfen hatte, erklärte seiner Tochter schon früh, dass die Ärzte auch ihm nicht ewig helfen können. Erst vor kurzem ist nun auch er traurigerweise gestorben und hinterlässt eine riesige Lücke im Leben seiner Tochter und der anderen Familienangehörigen.

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Kinder in Indischen Slums

Blog2BildKürzlich habe ich ein Buch („Die Fahrt“ von Sibylle Berg) gelesen, indem es eine Situation gab, die mir seither nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Der Roman handelt von vielen unglücklichen Menschen, die ihr Glück auf Reisen finden wollen, auf welchen sie jedoch noch viel unglücklicher werden. Eine Person bildet jedoch genau das Gegenteil zu diesen Menschen. Weiterlesen

Sagen Sie Nein zu ausbeuterischer Kinderarbeit in Indien

Indien gilt als grösste Demokratie der Welt. Die unglaublichen Vergewaltigungsorgien, die nun end­lich auch eine breite Öffentlichkeit aufrütteln, lassen einen daran zweifeln.

Die Gründe dafür: Mädchen sind in der patriarchalisch geprägten indischen Gesellschaft ex­trem be­nach­teiligt. Sie „zählen“ nichts. Eine unverheiratete Frau ist wertlos.

Die 7-jährige Madhumithra aus Indien

Die 7-jährige Madhumithra aus Indien

Die Praxis der Mitgiftforderung verschärft dies und schafft ausbeuterische Arbeitsverhältnisse.

Arme Eltern verkaufen ihre Töchter an skrupellose Textilproduzenten in der Hoff­nung, dass sie ihre Mitgift selbst erwirtschaften.

In Indien heisst das so praktizierte Prinzip Sumangali und bedeutet übersetzt „Braut, die Wohlstand bringt“. Wir bezeichnen dieses Prinzip als Kinderarbeit, Ausbeutung und Sklaverei.

Die Gründe dagegen: Werden Sie Gotte oder Götti. Beispielsweis für Madhumithra. Sie ist 7 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern unter brutal armen Verhältnissen. Ohne Wasser und Strom in einem alten Haus. Ohne Zukunft. Weiterlesen