Schlagwort-Archiv: Einzelschicksal

Warum entscheidet man sich für einen Job bei einer Hilfsorganisation?

Florence, unsere Projektpartnerin aus Ruanda hat ein paar Fragen für uns beantwortet.

Florence mit ihrer Familie

Florence arbeitet bei Solace Ministries in Ruanda. Das ist eine christliche, unpolitische Non-Profit-Organisation, die sich den Bedürfnissen von Witwen und Waisen des Völkermordes von 1994 widmet. In nur 100 Tagen Bürgerkrieg starben fast eine Million Menschen und unzählige verloren ihre ganze Familie. Das Ziel von Solace Ministries ist es, zu einer alternativen Familie für Überlebende zu werden. Die Mitarbeiter bieten Unterstützung an und kreieren Netzwerke für diejenigen, die traumatisiert und einsam sind, um ihnen dabei zu helfen, ihre Zukunft positiv zu gestalten. Der holistische Ansatz ist ihnen sehr wichtig und beinhaltet alles von medizinischer Versorgung bis hin zu unterschiedlichen Bildungsmöglichkeiten. Florence arbeitet bei Solace Ministries als Koordinatorin der Sponsoring-Programme. Sie hat diesen Job gewählt, weil sie den direkten Kontakt zu den Leuten sehr schätzt. Sie sagt, das Beste an ihrem Job ist es definitiv, die positive Entwicklung der Menschen mitzuerleben, die Schwieriges durchgemacht haben. „Die Verwandlung sollte von innen kommen und sich dann auf das tägliche Leben übertragen. Es gibt immer Hoffnung, egal was passiert ist“, erklärt Florence im Interview. Auf die Frage, was denn die grösste Herausforderung in ihrem Job sei, erzählt Florence: „Für mich war und wird es auch in Zukunft die grösste Herausforderung sein, zu akzeptieren, dass ich nicht allen Leuten helfen kann, weil wir einfach nicht genügend Mittel zur Verfügung haben.“  Somit zeigt sich, dass der Job definitiv positive Seiten hat, wenn man miterleben darf, wie die Leute Freude am Leben entwickeln, doch man muss auch stark genug sein mit den Schattenseiten umzugehen und mit schweren emotionalen Schicksalen zurecht kommen können.  Für Florence überwiegt auf jeden Fall das Positive und sie möchte diese Erfahrungen, die sie durch ihre Arbeit machen durfte, auf keinen Fall missen.

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Klaudias bewegende Geschichte

Hunderte ora-Paten verändern bereits das Leben ihrer Patenkinder und geben ihnen damit die Chance auf eine bessere Zukunft.  Was aber genau bedeutet eine Patenschaft? Das möchten wir anhand von Patenkind Klaudia, ein 14-jähriges Mädchen aus Rumänien, zeigen.

Jedes einzelne unserer Patenkinder hat eine schwierige Vergangenheit hinter sich. Als Klaudia in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen wurde, war der Tod ihrer Mutter der Hauptgrund. Ihr Vater, der lange mit Herzproblemen zu kämpfen hatte, erklärte seiner Tochter schon früh, dass die Ärzte auch ihm nicht ewig helfen können. Erst vor kurzem ist nun auch er traurigerweise gestorben und hinterlässt eine riesige Lücke im Leben seiner Tochter und der anderen Familienangehörigen.

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Verändern Sie Samukthas Leben zum Positiven! Seien Sie ihr neuer Pate!

Die 8-jährige Samuktha wartet sehnsüchtig darauf, einen Paten oder eine Patin zu bekommen. Ich möchte Ihnen gerne verraten, warum:

Samukthas grösster Wunsch ist es, eine gute Ausbildung zu haben, um irgendwann einmal auf ihren eigenen Beinen stehen zu können. Doch ohne finanzielle Unterstützung wird dies nicht möglich sein, denn Samuktha wuchs schon immer unter äusserst schlechten Bedingungen auf. Ihre Eltern trennten sich schliesslich und Samuktha wurde von Verwandten aufgenommen, die aber ebenfalls kaum genug Essen für sie haben. Für Samuktha ist es sehr schwierig, wenn sie ständig um Essen, Kleidung und Unterkunft   bangen muss. Aber Essen und Schule, das können sich ihre Verwandten einfach nicht leisten.

Ernährung und Schulbildung- das sind Grundbedürfnisse, die bei uns in der Schweiz als selbstverständlich angesehen werden, doch in Indien sieht das ganz anders aus. Eine Patenschaft wäre für Samuktha eine grosse Stütze, um ihr Leben in eine positive Richtung lenken zu können. Mit nur 50 Franken pro Monat könnte Samuktha mit Schuluniform und Schulmaterial ausstaffiert werden und das Schulgeld bezahlen. All das, was ihre Verwandten ihr eben nicht auf Dauer ermöglichen könnten. Weiterlesen

Auf gehts – Rundreise auf der Insel Hispaniola

Machen Sie mit Ralph Kunze von der DMMK eine 15 tägige Rundreise auf Haiti und der Domenikanischen Republik. Schauen Sie hinter die Kulissen. Weiterlesen

Hilfsaktion! Brennholz

ora_Rumaenienreise_Brennholz_2014_05_16Wenn im November das Wetter kalt wird, die Stürme kommen und der Regen, dann freuen wir uns auf unsere Wohnzimmer. Wir drehen die Heizung hoch, vielleicht haben wir sogar einen kleinen Kamin, der so schöne Wärme im Raum verbreitet. Der Winter kann kommen. Weiterlesen

Ich wünsche mir ein Leben

DSCN3787Manche Wünsche klingen so einfach und sind für manche fast unerreichbar.

Richard aus Rumänien, drei Jahre alt, sagt zu seiner Mama: „Ich wünsche mir, nachts nicht draussen schlafen zu müssen und einen Job für dich!“ Mit seinem kindlichen Empfinden spricht er die beiden grössten Probleme im Leben seiner Mutter an: Ein Dach über dem Kopf zu finden und eine Ausbildung, um besser für ihren Sohn sorgen zu können. Weiterlesen

Damit Kinder behütet und geliebt aufwachsen

Stellen Sie sich einmal vor: Ein junges Mädchen von 13 Jahren lebt auf den Strasse in Moldawien. Sie traut sich nicht nach Hause, weil ihr Stiefvater trinkt. Um seine Sucht zu finanzieren, will er die Tochter in die Prostitution verkaufen.

Eine furchtbare Geschichte. Aber in Moldawien alles andere als ein Einzelfall. Der Menschenhandel dort blüht. In den letzten sechs Jahren sind 5‘000 Kinder spurlos verschwunden. Weiterlesen

Zukunft statt Trauma für ruandische Mädchen

Wer erinnert sich noch daran? Ruandas Menschen erleiden in den 1990er Jahren einen blu­tigen Genozid: Beim systematisch geplanten Massenmord sterben innert 100 Tagen über eine Million Menschen. Hunderttausende Frauen und Kinder werden zu Witwen und Waisen.

Die Ansteckung mit HIV ist ein bewusstes Kriegsmittel. Soldaten vergewaltigen 250‘000 Mädchen und Frauen, oft vielfach und mehrmals. Die Strategie: Sie sollen Kinder der anderen Ethnie gebären oder erkranken oder sterben. Am Besten in dieser Reihenfolge.

Yvette lebt mit diesem „Erbe“. Ihre Mutter Jeanne wird während des Blutrauschs mehrfach vergewaltigt, die beiden Söhne ermor­det. Ihr Mann und ihre Tochter sterben an kriegsbedingten Leiden. Sie selbst ist ein Kind der Nachkriegswirren. Ein Mann „nimmt“ sich die schwer traumatisierte Mutter. Yvettes Vater verstirbt aber ebenfalls, kurz nach ihrer Geburt – an AIDS. Weiterlesen

Sagen Sie Nein zu ausbeuterischer Kinderarbeit in Indien

Indien gilt als grösste Demokratie der Welt. Die unglaublichen Vergewaltigungsorgien, die nun end­lich auch eine breite Öffentlichkeit aufrütteln, lassen einen daran zweifeln.

Die Gründe dafür: Mädchen sind in der patriarchalisch geprägten indischen Gesellschaft ex­trem be­nach­teiligt. Sie „zählen“ nichts. Eine unverheiratete Frau ist wertlos.

Die 7-jährige Madhumithra aus Indien

Die 7-jährige Madhumithra aus Indien

Die Praxis der Mitgiftforderung verschärft dies und schafft ausbeuterische Arbeitsverhältnisse.

Arme Eltern verkaufen ihre Töchter an skrupellose Textilproduzenten in der Hoff­nung, dass sie ihre Mitgift selbst erwirtschaften.

In Indien heisst das so praktizierte Prinzip Sumangali und bedeutet übersetzt „Braut, die Wohlstand bringt“. Wir bezeichnen dieses Prinzip als Kinderarbeit, Ausbeutung und Sklaverei.

Die Gründe dagegen: Werden Sie Gotte oder Götti. Beispielsweis für Madhumithra. Sie ist 7 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern unter brutal armen Verhältnissen. Ohne Wasser und Strom in einem alten Haus. Ohne Zukunft. Weiterlesen