Mein Praktikum bei ora international

IMG_6303Hilfswerk, Patenschaften, Marketing, Administration und Web-Design. Das waren die fünf schlaggebenden Wörter, welche mich im September letztes Jahr dazu bewogen, schnurstracks und ohne zu zögern eine Spontanbewerbung zu schreiben. Als Wirtschaftsstudentin, Patin, Kultur interessierte und weltoffene Persönlichkeit, war mir sofort klar, dass diese Praktikumsstelle wie individuell für mich geschaffen war.

Im Oktober konnte ich dann bei einem 40% Pensum anfangen. Das Büro in Toffen begeisterte mich bereits zu Beginn: Aussicht auf ein wunderschönes Bergpanorama mit frischer Bergluft, ruhige Lage, neu gebautes Gebäude, moderne Infrastruktur und ein topmotiviertes, innovatives Team. Auf Anhieb war ich voll und ganz von diesem Non-Profit-Unternehmen begeistert. Vor allem war ich interessiert, wie ein Hilfswerk funktioniert, was für Werbemassnahmen angewendet werden und wie die Kooperation mit den Projektländern gelingt.

Neben den englischen Übersetzungen der Patenupdates, Weihnachtskartenversand, Blogbeiträge und Korrespondenz mit den Projektländern, waren wir im Monat Dezember auch präsent an verschiedenen Weihnachtsmärkten der Region. Dort verkauften wir Taschen, Tee und Schokolade für einen guten Zweck. Des Weiteren konnte ich mit Ulrike und einer Reisegruppe nach Moldawien reisen, wo wir Hilfsgüter verteilten, Patenkinder besuchten und Projekte besichtigten. Zu guter Letzt, durfte ich dann auch noch bei der Lancierung der Kampagne „BHgegen Gewalt“ mitwirken. Vom anfänglichen Brainstorming, der Planung bis zur Umsetzung, konnte ich mein theoretisches Wissen anwenden aber auch viele neue Dinge dazulernen.

Nach acht Monaten Praktikum, kann ich nun bestätigen, dass mich diese Erfahrung sehr bereichert hat. Nicht nur habe ich jetzt die Einsicht, wie ein Hilfswerk funktioniert, sondern auch menschlich bin ich gewachsen. Aufgrund der Eindrücke musste ich meine Einstellung gegenüber dem Begriff „Armut“ exzessiv anpassen. Das privilegierte Leben in der Schweiz weiss ich nun auch sehr zu wertachten.

Ich verbleibe mit dem Zitat: Nehmen füllt die Hände. Geben füllt das Herz.

Herzlichen Dank für die Zusammenarbeit.

Pratikantin Carla V. Flury

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