Kategorie-Archiv: Patenherz allgemein

Weihnachtsaktion: Tiere für Indien und Haiti

Frau Pushpaora international möchte in diesem Beitrag die diesjährige Weinachtsaktion vorstellen, die benachteiligte Personen in Indien und in Haiti mit Nutztieren unterstützt. Dabei werden Kühe und Ziegen in den örtlichen Märkten gekauft und bedürftige Familien oder Einzelpersonen verteilt.

Frau Pushpa aus Indien erzählt uns ihre Geschichte: Als alleinerziehende Mutter hat sie es im ländlichen Indien sehr schwer, denn sie war und ist noch immer mehrfachen Diskriminierungen ausgesetzt und konnte sich und ihre zwei Söhne nur mit sehr viel Mühe ausreichend ernähren. Dann konnte ihr eine Kuh finanziert werden und das Blatt wendete sich: „Ich bin so dankbar für dieses Tier. Mit dieser Kuh kann ich Geld verdienen und uns ein besseres Leben ermöglichen. Jetzt habe ich weniger Probleme und kann meinen Kindern täglich eine Mahlzeit geben.“ Frau Pushpa kann die Milch ihrer Kuh nun auf dem Markt verkaufen und vom Ertrag sich selbst und ihren Söhnen bessere Lebensbedingungen ermöglichen. Ausserdem ist Kuhmilch gesund und gerade für heranwachsende Kinder von herausragender Bedeutung. Ausserdem hat Frau Pushpas Kuh im Sommer ein Kalb geboren, der Fortbestand ihrer Kuhfamilie ist also garantiert – hurra!

In Haiti konnten gleichartige Erfolge erzielt werdeLougou, Haiti 2013-03 (75)n: Frau Montiné berichtet, dass ihre Kuh und ihr Kalb einen spürbaren positiven Wandel im Leben ihrer Familie herbeigeführt haben. So kann sie die Schulgebühren ihrer Enkelkinder bezahlen und damit alle entlasten.

Aber was passiert, wenn die Tiere krank werden oder die Leute nicht wissen, wie die Tiere ernährt und gepflegt werden sollen? ora bekämpft dieses Problem an der Wurzel: Die Tiere werden bei der Vergabe geimpft und einmal im Monat kommt in Indien ein Tierarzt vorbei, der den Gesundheitszustand der Tiere untersucht. Ausserdem erhalten die Empfänger und Empfängerinnen gleich zu Beginn eine Schulung über die Bedürfnisse ihrer neuen Tiere.

Haben wir Sie überzeugen können? Wenden Sie sich direkt an ora’s Spendenkonto der PostFinance mit der Kontonummer 30-19969-6 oder kontaktieren Sie uns per Mail unter ora@ora-international.ch und wir schicken Ihnen einen Einzahlungsschein zu.

Bildung in Ruanda: Wenden Sie das Blatt im Leben eines Kindes!

????????????????????????????????????„Der Lehrer erklärt uns, dass wir zum Schreiben ein Schulheft mitbringen müssen. Das ist nicht einfach. Wir haben nicht viel Geld und Hefte sind sehr teuer. Wenn ich kein Heft zum Mitschreiben in der Schule habe, schreibe ich eben auf etwas anderem. Heute habe ich ein Stück Karton.“ Dieses Zitat stammt vom 13-jährigen Chadrack, der im ruandischen Kiyovu bei seiner Cousine lebt. Er ist gut in der Schule und geht auch gerne hin, aber, wie das Zitat genügend aufzeigt, kann er nicht alles aufschreiben, was er lernen muss und will. Denn in Ruanda müssen die Kinder für die Schulmaterialien selbst aufkommen und es gibt keine Chance, diese zu mieten. Für viele Familien, wie diejenige von Chadrack, sind die Kosten für die Schulmaterialen, dazu gehören Bücher, Schuluniformen und Schreibzeuge, schlichtweg zu hoch. Auch wenn sie ihre Kinder zur Schule schicken möchten, wird durch die Schulmaterialen eine manchmal nicht zu überwindende Schranke gesetzt. Was wären also die Konsequenzen? Kann Chadrack die Schule nicht besuchen oder werden ihm keine Schulmaterialien zur Verfügung gestellt, wird er wie seine Familie in der Armut stecken bleiben. Bildung ist seine Chance zu einem besseren, sorgenfreieren Leben. Weiterlesen

Kinderparlamente – Damit jedes Kind eine Stimme erhält

IMG_1686Today’s children are tomorrow’s leaders:

„Bevor unsere Gesellschaft unsere Kinder vergiftet, mach sie immun dagegen und bereite sie vor, unsere Gesellschaft zum Besseren zu wenden“

Dies ist ein Zitat von ora’s Projektleiterin Schwester Ephrem, die das Kloster Anbu Illam in den Slums der Stadt Salem in Indien führt. In dieser Gegend, wie auch in vielen anderen Slums, sind Kinder aufgrund der Armut und den fehlenden Perspektiven mehreren Risiken ausgesetzt: Kinderarbeit, Menschenhandel, Kinderprostitution und Sklaverei sind nur einige schreckliche Beispiele. Vor allem Mädchen haben ein höheres Risiko, in Bordellen oder in Fabriken versklavt zu werden, da die Frau vor allem im ländlichen Indien weniger wert ist als ihr männliches Pendant. Schwester Ephrem und ihre Mitarbeiter arbeiten konstant daran, Kinder in derartigen Situationen zu befreien. Sie betont aber auch, dass diese unmenschlichen Praktiken vielfach unerkannt bleiben und nicht verfolgt werden. Weiterlesen

Die Bedeutung von Bildung

DSC_0077_webIn den vergangenen paar Wochen haben wir euch über die Bildung und Schulsysteme in den ora-Projektländern Haiti, Ruanda, Indien, Moldawien und Guinea-Bissau berichtet. Nun können wir im sechsten und letzten Teil unserer Serie über Bildung folgenden Schluss ziehen: Bildung bedeutet mehr als die  Erlernung des Alphabets und der Mathematik oder das Knüpfen von Freundschaften und Kontakten – Bildung ist das Finden eines Weges aus der Armut, das Vorantreiben menschlicher Entwicklung, das Brechen mit traditionellen Strukturen und die Verwirklichung eigener Wünsche. Mit anderen Worten: Bildung ist Zukunft.  Weiterlesen

Moldawien: Bildung als Weg aus der Armut

Moldawien_Mai15 223Heute möchten wir Ihnen Näheres über das osteuropäische Land Moldawien und dessen Bedeutung der Bildung vorstellen. Moldawien wird anhand verschiedener Kennzahlen als das ärmste Land Europas identifiziert: Hier leben rund ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, das Bruttoinlandprodukt ist das tiefste in ganz Europa und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Auch in Bezug auf Indikatoren der menschlichen Entwicklung werden beunruhigende Meldungen geliefert: Menschenrechte, wie das Recht auf faire Gerichtsverhandlungen, das Diskriminierungs- und das Folterverbot, werden laut Amnesty International regelmässig verletzt und nur Ungenügendes wird von der Regierung dagegen unternommen. Vor allem Minderheiten wie die Roma erfahren verschiedenste Diskriminierungen und gewalttätige Übergriffe und leben unter sehr niedrigen Lebensstandards. Weiter sind gesundheitliche Risiken in Moldawien auf dem Vormarsch, so ist in keinem europäischen Land Tuberkulose so stark verbreitet wie in Moldawien. Das staatliche Gesundheitssystem hat viele Lücken und kann keine entsprechende Versorgung bereitsstellen. Im Resultat sind viele Menschen, vor allem viele arme Menschen, auf sich allein gestellt. Auch im Bereich der Bildung ergeben sich Verbesserungspotentiale, denn nur 93 % der Kinder besuchen die Primarschule. In anderen Worten geht beinahe eines von zehn Kindern nicht zur Schule. Weiterlesen

Guinea-Bissau: Menschliche Entwicklung mit Bildung vorantreiben

Als ich meiner Familie von der SitIMG_4554uation in Guinea-Bissau erzählte, schauten sie mich mit grossen, erstaunten Augen an und fragten: „Wer oder was ist Guinea-Bissau?“ Ich konnte es ihnen nicht verübeln: Auch ich würde ohne meine Praktikumsstelle bei ora international nur wenig Kenntnisse über dieses westafrikanische Land verfügen. Geht es Ihnen wie meiner Familie? Falls Ja werden Sie heute bestimmt etwas lernen, denn es folgt der vierte Teil unserer Serie über Bildung in den ora-Projektländern.

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Kindheitserinnerungen

Als ich ein Kind war, war ich Spurensucherin. Eine Zeit lang habe ich zusammen mit meiner besten Freundin jeden Tag nach der Schule interessante Spuren aufgespürt und diese verfolgt. Wir haben immer etwas gefunden. Einmal glaubten wir sogar, wir hätten die Spur von einem Marder am Waldrand entdeckt. 532758_3734409404108_319101477_n-jpgkopieIch war mir zwar nicht ganz sicher, was genau der Zusammenhang zwischen Marder und Mörder ist, jedoch war ich davon überzeugt, dass es einen geben muss. Auf jeden Fall war diese Spurensuche eine der aufregendsten und abenteuerlichsten. Ausserdem war ich als Kind erfolgreiche   Verkäuferin. Immer wieder haben mein Bruder und ich unseren Strassenverkaufsstand geöffnet und die zufällig vorbeikommenden Passanten mit einer überwältigenden Auswahl an atemberaubend schönen Steinen von unserem Kiesweg und einzigartigen Gänseblümchen aus dem Garten beglückt. Manchmal kombinierten wir die Blumen sogar noch mit einem Büschel Gras und Klee, sodass wir die Kundschaft mit völlig ausgefallenen Zusammenstellungen und richtig üppigen Blumensträussen richtiggehend begeistern konnten. Ich war aber auch Zirkusartistin. Weiterlesen

Post aus der Ferne

photo 2Liebe Paten

Die Tage werden schon wieder etwas länger und der Frühling ist bereits im Anmarsch. Zeit, etwas von Ihrem Schützling aus der Ferne zu hören. Viele von Euch, haben die Updates von den Patenkindern bereits erhalten. Dieses Jahr haben wir uns etwas ganz Spezielles einfallen lassen, und zwar könnt Ihr in Form eines Freundebuches, die persönliche Entwicklung des Kindes verfolgen. Nicht nur kennen Sie jetzt die Lieblingsfarbe, das Lieblingstier, und das Lieblingsessen, sie wissen nun auch, was sich das Kind von ganzem Herzen wünscht, was es in der Freizeit macht und was es gar nicht mag. Zusätzlich malten die Kinder voller Freude eine farbenfrohe Zeichnung.

 
Ganz bestimmt haben Sie sich über dieses kleine Präsent von Ihrem Patenkind gefreut. Machen Sie auch Ihm eine Freude, und schicken Sie ein Freundebuch von Ihnen zurück. Kleben Sie ein Foto von ihrer Familie hinein oder malen Sie selbst etwas Schönes. Weiterlesen

Die Reise in das Land der Armut: Moldawien Teil 3

imageDie vielen Eindrücke von Gestern mussten zuerst verarbeitet werden, und so kam es, dass Einige von uns die ganze Nacht wach gelegen sind. Umso mehr freuten wir uns auf den mit Käse, Früchte, Müesli und Brot gedeckten Morgentisch. Pünktlich um 9:00 Uhr fuhren wir dann los nach Straseni wo wir das Altenheim „Barmherziger Samariter“ besuchten. Was uns da erwartete war für alle von uns erschreckend und unbegreiflich. Das Haus ist befallen mit Schimmel, die Temperaturen sind kalt, die Luft feucht, in einem Zustand wo keiner von uns erraten würde, dass das Haus bewohnt ist. Bewohnt mit 28 Rentnerinnen und Rentner. Weiterlesen

Die Reise in das Land der Armut: Moldawien Teil 2

imageDer heutige Morgen begannen wir mit einem reichhaltigen Frühstück damit wir gestärkt durch den Tag kommen. Auf dem Weg in den Süden des Landes, nach Balauresti nahe der rumänischen Grenze, durften wir die wunderschöne Winterlandschaft betrachten. In dem Dorf leben viele allein gelassene und vergessene, alte Menschen. Von einer sozialen Kantine werden sie täglich mit Lebensmitteln versorgt. Oft der einzige Kontakt am Tag, den sie haben. Wir besuchten  eine Familie, wessen Mutter gelähmt und blind und die Tochter geistlich behindert ist. Das Haus in dem die Familie lebt, hat nur ein Zimmer und für uns unvorstellbar unter welchen Verhältnissen die Zwei leben. Weiterlesen