Kategorie-Archiv: Indien

Sommerlager 2019

Erwachsen werden über Nacht

Vier Geschwister sitzen zusammen auf einem Bett, dicht an dicht und lassen ihre Füsse baumeln. Was auf den ersten Blick wie eine normale Alltagsszene aus Moldawien erschien, entwickelte sich erst durch die Schilderung von Projektleiterin Veronica Martiniuc zu einer wirklichen Tragödie: Weiterlesen

Oster-Aktion 2019: Hühner für Witwen in Indien

Wenn der Glaube rettet

Eine etwas andere Definition von Ostern könnte lauten: Jesus erniedrigte sich selbst, weshalb er von Gott hoch erhoben wurde. Mit der Auferstehung stellt sich Gott hinter die Mission Jesu und sein Wirken hier auf Erden.  Das, um jene zu erhöhen, die ganz unten sind.

Ganz unten – das sind auch Geetha und ihre beiden Kinder aus dem Slum Selliampatti im südindischen Bundesstaat TamilNadu, denen unsere Projektleiterin Schwester Ephrem letztes Jahr begegnet ist und dabei Unvorstellbares erlebte: Weiterlesen

Wir machen aus Bettelkindern Schulkinder!

Das ist eine starke Aussage. Doch wie genau muss man sich das vorstellen?

Gemeint sind damit 426 Mädchen und Jungen aus sechs Slumgebieten rings um Salem in Südindien. Diese Kinder wachsen unter extrem ärmlichen Verhältnissen auf, zwischen Analphabeten und Arbeitslosen. Ihren Familien mangelt es am Notwendigsten zum Leben. Weshalb der Alltag der Kinder vom Betteln bestimmt ist. Bei ihnen gibt es nichts Unbeschwertes. Die Armut pflanzt sich in diesen indischen Familien von Generation zu Generation fort. Und aus den 426 Mädchen und Jungen werden chancenlose Erwachsene.

Diesen Zustand kann man nicht einfach so hinnehmen. Deshalb hat ora im Februar des vergangenen Jahres ein Hilfsprojekt – das „ABC-Programm“ – für jene Kinder gestartet. Es umfasst die Ausstattung mit Lehrmaterialien, das Beibringen von Lesen, Schreiben und Rechnen über 15 qualifizierte Lehrer und damit die Chance auf eine bessere Zukunft.

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Feste in Indien

In Indien gibt es viele Religionen und hunderte von Bräuchen und Festen. Viele dieser Feste werden von Gemeinschaften im ganzen Land geteilt. Eines der grössten Feste Indiens, das von der hinduistischen Religion gefeiert wird, ist Diwali, auch Lichterfest genannt. Dieses wird in der Regel im Oktober oder November gefeiert.

Feierlichkeiten in Indien

In Indien steht die Weihnachtsfeier in den römisch-katholischen Kirchen im Vordergrund. Auch hier bereiten sich die Christen auf Weihnachten vor, indem sie ihr Zuhause dekorieren und einen Weihnachtsbaum aufstellen. Die Weihnachtsdekoration in Indien unterscheidet sich stark von der in anderen Ländern, da alles viel bunter und auffälliger geschmückt wird, als beispielsweise in der Schweiz. Ausserdem werden statt Tannenbäume, Bananenstauden, Palmen oder Mangobäume geschmückt.

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Bildung in Indien

Mit über eine Milliarden Bewohnerinnen und Bewohnern gehört Indien zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt und es weist nach China das zweitgrösste Bildungssystem auf. Indien kämpft jedoch nach wie vor gegen grosse Armut, Ungleichheit und Analphabetismus.

2009 wurde Bildung in Indien als fundamentales Recht in der Verfassung festgeschrieben. Seitdem unterliegen Kinder von 6 bis 14 Jahren der Schulpflicht. Ihnen wird also ein kostenloser Schulbesuch garantiert, doch trotzdem gehen viele Kinder nicht zur Schule. Warum? Tatsächlich weigern sich Eltern, ihre Kinder in die Schule zu schicken, denn wer lernt, dem fehlt die Zeit zum Betteln. So denken verarmte Familien in Indien, die täglich um ihr Überleben kämpfen. Kinderarbeit ist dort sehr weit verbreitet. Ab dem Alter von fünf Jahren fangen Kinder teilweise schon an zu arbeiten.

Das teure an den Schulen ist nicht der Unterricht selbst, sondern das Schulzubehör. Mit einer ora Patenschaft wird dafür gesorgt, dass die Kinder Geld bekommen, um sich Bücher, Notizhefte, Schreibzeug und ein Mittagessen zu leisten. Ausserdem dient das Geld einer Patenschaft auch dazu, eine Schuluniform zu kaufen. Schwester Ephrem, unsere Projektpartnerin aus Indien erklärt, dass Schuluniformen dazu dienen, dass alle Kinder gleich angesehen werden und es somit keine Diskriminierung gibt. Viele Kinder können die Schule nicht besuchen, weil den Eltern eben genau dieses Zusatzgeld für das ganze „Zubehör“ fehlt und genau da setzt ora an: Die ora Patenschaften bieten also den Eltern finanzielle Entlastung und somit können die Kinder in die Schule geschickt werden.

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Hochwasser in Indien

Der wochenlange Regen in Kerala (Südindien) hat dafür gesorgt, dass mindestens 40% von den 30 Millionen Einwohnern des Bundesstaates betroffen waren. In der Region sind mehr als 40 Flüsse über die Ufer getreten und viele Dörfer sind durch Erdrutsche immer noch abgetrennt. Seit letzter Woche ist auch unsere Projektleiterin Schwester Ephrem vor Ort in Vandipariyar. Schon letzte Woche haben wir darüber berichtet.

Es ist die vom Hochwasser am stärksten betroffene Gegend. Schwester Ephrem und ihr  Team konnten erste Hilfsmassnahmen einleiten, die wir durch Spenden finanzieren konnten. Dennoch ist es ihr und anderen Rettungsteams immer noch nicht möglich, alle Orte zu erreichen. Schwester Ephrem hält uns regelmässige auf dem Laufenden und nun müssen die Dinge in Kerala nach dem langen Regen wieder in Ordnung gebracht werden: Häuser, Strassen, Brücken und andere Infrastrukturen müssen dringend wieder aufgebaut werden. Die Überflutung hat tausenden Leuten das Leben gekostet, Ernten zerstört und Gebäude in Trümmer gelegt. Der Fokus von Schwester Ephrem und ihrem Team besteht darin, die Leute in den Hilfslagern zu versorgen, sowie materielle Unterstützung, wie Essen, Kleider und Hygieneartikel für diejenigen zu organisieren, die in ihr Zuhause zurückgekehrt sind.

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Verändern Sie Samukthas Leben zum Positiven! Seien Sie ihr neuer Pate!

Die 8-jährige Samuktha wartet sehnsüchtig darauf, einen Paten oder eine Patin zu bekommen. Ich möchte Ihnen gerne verraten, warum:

Samukthas grösster Wunsch ist es, eine gute Ausbildung zu haben, um irgendwann einmal auf ihren eigenen Beinen stehen zu können. Doch ohne finanzielle Unterstützung wird dies nicht möglich sein, denn Samuktha wuchs schon immer unter äusserst schlechten Bedingungen auf. Ihre Eltern trennten sich schliesslich und Samuktha wurde von Verwandten aufgenommen, die aber ebenfalls kaum genug Essen für sie haben. Für Samuktha ist es sehr schwierig, wenn sie ständig um Essen, Kleidung und Unterkunft   bangen muss. Aber Essen und Schule, das können sich ihre Verwandten einfach nicht leisten.

Ernährung und Schulbildung- das sind Grundbedürfnisse, die bei uns in der Schweiz als selbstverständlich angesehen werden, doch in Indien sieht das ganz anders aus. Eine Patenschaft wäre für Samuktha eine grosse Stütze, um ihr Leben in eine positive Richtung lenken zu können. Mit nur 50 Franken pro Monat könnte Samuktha mit Schuluniform und Schulmaterial ausstaffiert werden und das Schulgeld bezahlen. All das, was ihre Verwandten ihr eben nicht auf Dauer ermöglichen könnten. Weiterlesen

„Jeden Tag hörten wir die herzzerreissenden Schreie der Menschen“ (Schwester Ephrem, Südindien)

Sie haben es sicher auch in den Nachrichten gehört: der südindische Bundesstaat Kerala wurde von einer Jahrhundertflut durch starken Monsunregen heimgesucht. Hunderttausende wurden vom Wasser eingeschlossen. Verzweifelt schrien sie nach Hilfe. 1.2 Million Menschen wurden evakuiert, mehr als 400 Menschen sind in den Wassermassen ertrunken.

Niemand war auf eine solche Katastrophe vorbereitet und schon gar nicht, über eine Million Menschen mit Nahrung, Wasser und Unterkunft versorgen zu müssen.

Vor zwei Tagen erhielt ich einen Anruf von unserer Projektleiterin Schwester Ephrem aus Indien. Sie ist vor Ort in Vandiperiyar und bekräftigte die dramatische Situation: „Die Menschen haben nichts mehr. Sie sind obdachlos, haben nichts zu Essen. Nichts, um die Lage auch nur irgendwie durchzustehen.“

Mit einem Team von Sozialarbeitern, Krankenschwestern und freiwilligen Helfern startete Schwester Ephrem einen Noteinsatz und richtete ein Rettungslager für über Tausend Menschen ein. Sie plant, hunderte Hilfspakete zu verteilen, bestehend aus Essen und Trinkwasser, Kleidung, Bettdecken, Medizin und Haushaltsartikel. Diese Güter will sie im Nachbar-Bundesstaat Tamil Nadu einkaufen.

Um die Hilfspakete jedoch schnüren zu können, bat mich Schwester Ephrem um finanzielle Hilfe. Für mich war klar, dass ich dieser Bitte so schnell wie möglich nachkommen will. Doch alleine bin ich dazu nicht in der Lage. Werde ich wohl auf Ihre Spende zählen können? Ich hoffe es sehr!

Spenden mit dem Vermerk „Nothilfe Indien“ sind auf das ora Spendenkonto 30-19969-6 möglich. Vielen Dank für Ihr Dazutun!

Indien: Von der Strasse in die Schule

Anbu Illam, NattamangalamWir alle wissen es: Millionen Kinder in Indien besuchen keine Schule. Was vielleicht nicht alle wissen ist, dass 2009 die allgemeine Schulpflicht in Indien eingeführt wurde. Dadurch sollen alle Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren eine kostenlose Schulbildung erhalten. Der indische Staat hat hierfür flächendeckend über eine Million Schulen eingerichtet. Sie fragen sich jetzt sicher: Wenn Bildung doch als Recht in Indien festgesetzt wurde, warum gehen dann so viele Kinder nicht in die Schule? Weiterlesen

Aktion Sommerlager 2018- Moldawien und Indien

Evrica (6)In nicht einmal mehr 2 Monaten ist es wieder soweit: für unsere Kinder beginnen die Sommerferien. Wir erinnern uns bestimmt alle gerne an diese Zeit zurück. Keine Aufgaben, keine Schulsorgen. Gemeinsam Zeit mit der Familie verbringen und den ein oder anderen Ausflug unternehmen.

Können Sie sich vorstellen, dass es Kinder gibt, die noch nie von ihrem Zuhause weg waren oder gar eine Stadt besucht haben? Weiterlesen