Kategorie-Archiv: Indien

Schätze im Stall: Nutztiere und ihre Vorzüge

TitelDie 1. ora „aktuell“ Ausgabe im 2018 ist erschienen! In dieser Broschüre widmen wir uns vorrangig dem Thema „Nutztiere“. Wir stellten uns die Frage: Kann ein Tier ein Leben verändern? Ja, es kann und zwar fundamental. Aber bitte überzeugen Sie sich selbst davon: Hier geht’s zur Broschüre im PDF-Format Weiterlesen

Weihnachtsaktion: Tiere für Indien und Haiti

Frau PushpaDie diesjährige Weihnachtsaktion unterstützt die benachteiligte Personen in Indien und in Haiti mit Nutztieren. Dabei werden Kühe und Ziegen in den örtlichen Märkten gekauft und bedürftige Familien oder Einzelpersonen verteilt.

Frau Pushpa aus Indien erzählt uns ihre Geschichte: Als alleinerziehende Mutter hat sie es im ländlichen Indien sehr schwer, denn sie war und ist noch immer mehrfachen Diskriminierungen ausgesetzt und konnte sich und ihre zwei Söhne nur mit sehr viel Mühe ausreichend ernähren. Dann konnte ihr eine Kuh finanziert werden und das Blatt wendete sich: „Ich bin so dankbar für dieses Tier. Mit dieser Kuh kann ich Geld verdienen und uns ein besseres Leben ermöglichen. Jetzt habe ich weniger Probleme und kann meinen Kindern täglich eine Mahlzeit geben.“ Frau Pushpa kann die Milch ihrer Kuh nun auf dem Markt verkaufen und vom Ertrag sich selbst und ihren Söhnen bessere Lebensbedingungen ermöglichen. Ausserdem ist Kuhmilch gesund und gerade für heranwachsende Kinder von herausragender Bedeutung. Ausserdem hat Frau Pushpas Kuh im Sommer ein Kalb geboren, der Fortbestand ihrer Kuhfamilie ist also garantiert – hurra! Weiterlesen

Empowerment von Frauen und Mädchen in Indien

2014-12_India_Anbu-Illam-030-1200x801„Von Frauen wird erwartet, dass sie in jedem Lebensabschnitt den Männern gehorchen. Eltern hoffen auf ein männliches Kind und vernachlässigen oftmals ihre Töchter: Sie ernähren sie mangelhaft und Geld für ihre Bildung auszugeben kommt nicht infrage. Allgemein sind die Zugänge zu Bildung, Hygiene und Freizeitmöglichkeiten von Frauen eingeschränkt.“

Dieses Zitat stammt von Schwester Ephrem, ora international’s Projektpartnerin in Indien. Sie und ihre Mitarbeiterinnen unterhalten das Kloster Anbu Illam, das sich um die armen Leute der Umgebung kümmern. Auch die Kinderparlamente sind dort angesiedelt. Die Ungleichbehandlung kriegt sie aus erster Hand mit, so werden Mädchen öfters zum Arbeiten verdonnert, werden verheiratet und können die Schule nicht mehr besuchen. Schwester Ephrem strebt das „Empowerment“ der Mädchen und Frauen an, möchte ihnen Perspektiven aufzeigen und eine Stimme geben, was die indische Gesellschaft nur mangelhaft tut. Mithilfe von Selbsthilfegruppen und Nähkursen für Frauen versucht sie, genau dies zu erreichen. Weiterlesen

Nutztiere für Ruanda, Haiti und Indien

In den meisten Entwicklungsländern ist die erdrückende Armut der hiesigen Bevölkerung ein grosses Problem. Die Menschen haben keine oder nur sehr ungenügende Möglichkeiten, sich und ihre Familien ernähren zu können. Diese Armut geht auf verschiedenste Gründe zurück, sei dies mangelnde Bildung, ungenügende staatliche Strukturen, Menschenrechtsverletzungen oder fehlende Lebensgrundlagen. Die Korrektur dieser Gründe kann zu einem neuen, unbeschwerteren Leben führen. Nun soll auf die Vergabe einer neuen Lebensgrundlage eingegangen werden: Einem Nutztier.

DSC_0493ora international ist in drei Ländern mit Tieraktionen an der Entwicklung beteiligt: In Ruanda, Indien und Haiti. Bereits zwei Mal wurde in Ruanda eine Osteraktion mit der Vergabe von Hühnern durchgeführt, die beide Male viele Erfolge verzeichnen konnte. So konnte Josephine aus Ruanda eine kleine Hühnerzucht starten und verkauft ihre Eier oder das Fleisch auf dem örtlichen Markt. Eier sind ausserdem gesund und Teil einer nahrhaften Ernährung. Es steckt allerdings noch mehr hinter dieser Form einer Lebensgrundlage: werden mehreren Menschen oder Familien Nutztiere vergeben, kann Handel mit den Nutztieren selbst oder deren Produkten betrieben werden. Im Ergebnis werden die Familien unabhängiger und die Wirtschaft einer ganzen Gemeinde wird angekurbelt. Die Nutztiere für Ruanda, Indien und Haiti wurden allesamt bei einem örtlichen Bauern gekauft, dessen Portemonnaie sich dadurch auch aufgebessert hat. Denn Handel ist von besonderer Bedeutung, um die Wirtschaft eines Entwicklungslandes anzukurbeln. Weiterlesen

Kinderparlamente – Damit jedes Kind eine Stimme erhält

IMG_1686Today’s children are tomorrow’s leaders:

„Bevor unsere Gesellschaft unsere Kinder vergiftet, mach sie immun dagegen und bereite sie vor, unsere Gesellschaft zum Besseren zu wenden“

Dies ist ein Zitat von ora’s Projektleiterin Schwester Ephrem, die das Kloster Anbu Illam in den Slums der Stadt Salem in Indien führt. In dieser Gegend, wie auch in vielen anderen Slums, sind Kinder aufgrund der Armut und den fehlenden Perspektiven mehreren Risiken ausgesetzt: Kinderarbeit, Menschenhandel, Kinderprostitution und Sklaverei sind nur einige schreckliche Beispiele. Vor allem Mädchen haben ein höheres Risiko, in Bordellen oder in Fabriken versklavt zu werden, da die Frau vor allem im ländlichen Indien weniger wert ist als ihr männliches Pendant. Schwester Ephrem und ihre Mitarbeiter arbeiten konstant daran, Kinder in derartigen Situationen zu befreien. Sie betont aber auch, dass diese unmenschlichen Praktiken vielfach unerkannt bleiben und nicht verfolgt werden. Weiterlesen

Die Bedeutung von Bildung

DSC_0077_webIn den vergangenen paar Wochen haben wir euch über die Bildung und Schulsysteme in den ora-Projektländern Haiti, Ruanda, Indien, Moldawien und Guinea-Bissau berichtet. Nun können wir im sechsten und letzten Teil unserer Serie über Bildung folgenden Schluss ziehen: Bildung bedeutet mehr als die  Erlernung des Alphabets und der Mathematik oder das Knüpfen von Freundschaften und Kontakten – Bildung ist das Finden eines Weges aus der Armut, das Vorantreiben menschlicher Entwicklung, das Brechen mit traditionellen Strukturen und die Verwirklichung eigener Wünsche. Mit anderen Worten: Bildung ist Zukunft.  Weiterlesen

Indien – Arbeit statt Schule

IMG_1705Im dritten Teil unsere Serie über die Bildung in den ora-Projektländern stellen wir Ihnen Indien vor – ein Land, das wegen verbreiteter Kinderarbeit und hoher Armut nicht allen Kindern Bildung ermöglichen kann.

In Indien arbeiten 12 % aller Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren, in absoluten Zahlen sind dies laut UNICEF rund 10.1 Millionen Kinder. Sie sind gezwungen, in Bergminen, auf dem Land, in Häusern, Bordellen und Fabriken zu arbeiten. Die Konsequenz davon ist oft fehlende Bildung und somit die Verwehrung eines besseren Lebens. Unter Kinderarbeit versteht die UNO Formen von Arbeit, wofür Kinder zu jung sind und die sie ihrer Kinderheit berauben. Darunter gehen Arbeiten, die ausbeuterisch oder gefährlich sind oder die die Kinder davon abhalten, die Schule zu besuchen. Der Begriff kann je nach Ansicht legale Arbeit von Kindern mit einschliessen, dieser Artikel richtet sich in jeder Hinsicht an die Formen von Kinderarbeit der UNO-Definition. Weiterlesen

Briefe an die Patinnen und Paten

kind6(update)Soeben konnten wir unseren Patinnen und Paten wieder ein „Update“ von den jeweils von ihnen unterstützten Patenfamilien weiterleiten. Denn zum Ende des letzten Jahres haben sich alle Patenkinder mit einem Brief für die Unterstützung bedankt und von sich und ihren Erlebnissen im letzten halben Jahr erzählt. Diese Briefe für die Paten zu lesen, zu übersetzen und für den Weiterversand aufzubereiten war eine spannende Arbeit. So verschieden die kleinen und grösseren Kinder aus den unterschiedlichsten Ländern wie Indien, Haiti, Ruanda, Guinea-Bissau, Rumänien und Moldawien sind, so unterschiedlich fallen auch ihre Berichte aus. Weiterlesen

Kindheitserinnerungen

Als ich ein Kind war, war ich Spurensucherin. Eine Zeit lang habe ich zusammen mit meiner besten Freundin jeden Tag nach der Schule interessante Spuren aufgespürt und diese verfolgt. Wir haben immer etwas gefunden. Einmal glaubten wir sogar, wir hätten die Spur von einem Marder am Waldrand entdeckt. 532758_3734409404108_319101477_n-jpgkopieIch war mir zwar nicht ganz sicher, was genau der Zusammenhang zwischen Marder und Mörder ist, jedoch war ich davon überzeugt, dass es einen geben muss. Auf jeden Fall war diese Spurensuche eine der aufregendsten und abenteuerlichsten. Ausserdem war ich als Kind erfolgreiche   Verkäuferin. Immer wieder haben mein Bruder und ich unseren Strassenverkaufsstand geöffnet und die zufällig vorbeikommenden Passanten mit einer überwältigenden Auswahl an atemberaubend schönen Steinen von unserem Kiesweg und einzigartigen Gänseblümchen aus dem Garten beglückt. Manchmal kombinierten wir die Blumen sogar noch mit einem Büschel Gras und Klee, sodass wir die Kundschaft mit völlig ausgefallenen Zusammenstellungen und richtig üppigen Blumensträussen richtiggehend begeistern konnten. Ich war aber auch Zirkusartistin. Weiterlesen

Kinder in Indischen Slums

Blog2BildKürzlich habe ich ein Buch („Die Fahrt“ von Sibylle Berg) gelesen, indem es eine Situation gab, die mir seither nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Der Roman handelt von vielen unglücklichen Menschen, die ihr Glück auf Reisen finden wollen, auf welchen sie jedoch noch viel unglücklicher werden. Eine Person bildet jedoch genau das Gegenteil zu diesen Menschen. Weiterlesen