Kategorie-Archiv: Fakten und Zahlen

Guinea-Bissau: Menschliche Entwicklung mit Bildung vorantreiben

Als ich meiner Familie von der SitIMG_4554uation in Guinea-Bissau erzählte, schauten sie mich mit grossen, erstaunten Augen an und fragten: „Wer oder was ist Guinea-Bissau?“ Ich konnte es ihnen nicht verübeln: Auch ich würde ohne meine Praktikumsstelle bei ora international nur wenig Kenntnisse über dieses westafrikanische Land verfügen. Geht es Ihnen wie meiner Familie? Falls Ja werden Sie heute bestimmt etwas lernen, denn es folgt der vierte Teil unserer Serie über Bildung in den ora-Projektländern.

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Indien – Arbeit statt Schule

IMG_1705Im dritten Teil unsere Serie über die Bildung in den ora-Projektländern stellen wir Ihnen Indien vor – ein Land, das wegen verbreiteter Kinderarbeit und hoher Armut nicht allen Kindern Bildung ermöglichen kann.

In Indien arbeiten 12 % aller Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren, in absoluten Zahlen sind dies laut UNICEF rund 10.1 Millionen Kinder. Sie sind gezwungen, in Bergminen, auf dem Land, in Häusern, Bordellen und Fabriken zu arbeiten. Die Konsequenz davon ist oft fehlende Bildung und somit die Verwehrung eines besseren Lebens. Unter Kinderarbeit versteht die UNO Formen von Arbeit, wofür Kinder zu jung sind und die sie ihrer Kinderheit berauben. Darunter gehen Arbeiten, die ausbeuterisch oder gefährlich sind oder die die Kinder davon abhalten, die Schule zu besuchen. Der Begriff kann je nach Ansicht legale Arbeit von Kindern mit einschliessen, dieser Artikel richtet sich in jeder Hinsicht an die Formen von Kinderarbeit der UNO-Definition. Weiterlesen

Ruanda: Bildung mit vielen Herausforderungen

secondary school in rda

Herzlich Willkommen zum zweiten Teil unserer Bildungsserie! Heute möchten wir Ihnen das Schulsystem und dessen Bedeutung in Ruanda vorstellen. Das ostafrikanische Land befindet sich hinsichtlich verschiedener Faktoren im Aufbau, so ist der Index für die menschliche Entwicklung seit dem Jahr 2000 stetig angestiegen. Um weiteres wirtschaftliches und soziales Wachstum zu garantieren, ist aber noch einiges zu tun.

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Back to School – für alle?

Raymond 3Jedes Jahr nach den Sommerferien erfahren Schweizer Schüler und Schülerinnen dasselbe – Back to School oder „Freude bei den Eltern, Wehmut bei den Kindern“. Manche würden am liebsten wieder am Strand liegen, andere freuen sich auf ihre Schulfreunde und hoffentlich viele sind so wissbegierig, dass sie die Schule gar nicht mehr abwarten können. Wie ist es aber, wenn Schule und Bildung nicht selbstverständlich sind?

In der Schweiz ist die Grundschulbildung unentgeltlich, obligatorisch und steht allen, auch behinderten Kindern, offen. Ausserdem untersteht sie staatlicher Aufsicht oder Leitung, was eine umfassende Grundschulbildung garantiert. Für Schweizer Kinder soll Bildung bedeuten, dass einem alle Türen offen stehen und jedes Kind seinen Fähigkeiten zufolge gefödert wird. In Entwicklungsländern wie Haiti, Ruanda oder Guinea-Bissau ist dies anders: Die Schule und deren Materialien sind vielerorts zu teuer und lohnt sich für die Familie nicht, denn häufig sind Eltern oder Grosseltern auf die Mitarbeit des Kindes zu Hause angewiesen. Ein Teufelskreis entsteht: Ohne Bildung und Erlernung eines Berufes steht dem Kind keine andere Tür offen als jene, die es schon kennt.

In dieser neuen Serie informieren wir Sie wöchentlich über die Schulsysteme in unseren Projektländern und allgemein über die Bedeutung von Bildung. Heute auf dem Programm: Der Inselstaat Haiti.

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Der Frühling schreibt neue Geschichten

UnbenanntDer Frühling ist mehr als nur eine neue Jahreszeit. Wenn die Natur erwacht, wünschen auch wir uns, innerlich neu aufzublühen und Neues zu beginnen. Aus diesem Grund freut es mich, heute von einer Frau zu berichten, die solch einen Neuaufbruch erlebt hat. Ihre Geschichte hat mich zutiefst berührt:

Vor 21 Jahren musste die 32-jährige Mukangwije aus Ruanda über Nacht fliehen, nachdem ihre Kinder während des Völkermords 1994 grausam getötet wurden. 19 Jahre litt sie an einem schweren Trauma. Bis Christen von der ora-Partnerorganisation sie seelsorgerlich betreut haben und sie motivierten, in einem Farmprojekt mitzuarbeiten. Sie sparte ihr Gehalt, kehrte nach Hause zurück und besitzt heute eine Bananenplantage von zwei Hektar mit einer Ernte von sechs Tonnen im Jahr. Weiterlesen

Die Reise in das Land der Armut: Moldawien Teil 3

imageDie vielen Eindrücke von Gestern mussten zuerst verarbeitet werden, und so kam es, dass Einige von uns die ganze Nacht wach gelegen sind. Umso mehr freuten wir uns auf den mit Käse, Früchte, Müesli und Brot gedeckten Morgentisch. Pünktlich um 9:00 Uhr fuhren wir dann los nach Straseni wo wir das Altenheim „Barmherziger Samariter“ besuchten. Was uns da erwartete war für alle von uns erschreckend und unbegreiflich. Das Haus ist befallen mit Schimmel, die Temperaturen sind kalt, die Luft feucht, in einem Zustand wo keiner von uns erraten würde, dass das Haus bewohnt ist. Bewohnt mit 28 Rentnerinnen und Rentner. Weiterlesen

Die Reise in das Land der Armut: Moldawien Teil 2

imageDer heutige Morgen begannen wir mit einem reichhaltigen Frühstück damit wir gestärkt durch den Tag kommen. Auf dem Weg in den Süden des Landes, nach Balauresti nahe der rumänischen Grenze, durften wir die wunderschöne Winterlandschaft betrachten. In dem Dorf leben viele allein gelassene und vergessene, alte Menschen. Von einer sozialen Kantine werden sie täglich mit Lebensmitteln versorgt. Oft der einzige Kontakt am Tag, den sie haben. Wir besuchten  eine Familie, wessen Mutter gelähmt und blind und die Tochter geistlich behindert ist. Das Haus in dem die Familie lebt, hat nur ein Zimmer und für uns unvorstellbar unter welchen Verhältnissen die Zwei leben. Weiterlesen

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Auf gehts – Rundreise auf der Insel Hispaniola

Machen Sie mit Ralph Kunze von der DMMK eine 15 tägige Rundreise auf Haiti und der Domenikanischen Republik. Schauen Sie hinter die Kulissen. Weiterlesen

Der weisse Tod- Tuberkulose in Moldawien

TuberkuloseSeitdem die Sowjetunion 1991 zusammenbrach, nimmt die Not in Moldawien kein Ende. Die Wirtschaft des Landes ist nach wie vor instabil, viele Menschen haben keine Arbeit und müssen hungern. Auch im medizinischen Bereich klaffen grosse Lücken: Das Gesundheitssystem bröckelt, die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal. Diese Zustände begünstigen die Lungenkrankheit Tuberkulose. Die Abwehrsysteme der Menschen sind einfach zu schwach, um Erreger verdrängen zu können. Weiterlesen