Kategorie-Archiv: Aus der Praxis

BH gegen Gewalt – die etwas andere Hilfe

PlakatHäusliche Gewalt ist ein Thema, das die Medien und die Bevölkerung schon zu lange beschäftigt. Doch es darf nicht lockergelassen werden: Erst wenn keine Frau in ihren eigenen vier Wänden mehr Angst haben muss, ist der Kampf gegen häusliche Gewalt vorbei.

ora international hat der häuslichen Gewalt mit dem Projekt „BH gegen Gewalt“ den Kampf angesagt, womit gewaltbetroffenen Frauen in Rumänien geholfen wird. Im Rahmen dieses Projekts werden gut erhaltene BH’s in der Schweiz gesammelt und nach Rumänien in das Frauenhaus der Kleinstadt Gheorgheni geschickt. Dort werden sie von den Bewohnerinnen des Frauenhauses aufbereitet und anschliessend verkauft. Daraus erzielen sie ein kleines Einkommen, das sie auf ihrem Weg in ein gewaltfreies, unabhängiges Leben unterstützt. Dieses Verarbeiten stellt auch eine wichtige Ablenkung in Form einer Aufgabe dar, die den Frauen Selbstbewusstsein gibt. Schliesslich wird auf das Thema der häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht, das im ländlichen Rumänien noch immer ein Tabuthema ist. Frauen müssen wissen, dass sie Rechte haben und dass ein selbstständiges Leben durchaus möglich ist. Diese Aktion verfolgt folglich mit dieser kleinen (oder grossen, je nach Cup-Form) Unterstützung das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Weiterlesen

Nutztiere für Ruanda, Haiti und Indien

In den meisten Entwicklungsländern ist die erdrückende Armut der hiesigen Bevölkerung ein grosses Problem. Die Menschen haben keine oder nur sehr ungenügende Möglichkeiten, sich und ihre Familien ernähren zu können. Diese Armut geht auf verschiedenste Gründe zurück, sei dies mangelnde Bildung, ungenügende staatliche Strukturen, Menschenrechtsverletzungen oder fehlende Lebensgrundlagen. Die Korrektur dieser Gründe kann zu einem neuen, unbeschwerteren Leben führen. Nun soll auf die Vergabe einer neuen Lebensgrundlage eingegangen werden: Einem Nutztier.

DSC_0493ora international ist in drei Ländern mit Tieraktionen an der Entwicklung beteiligt: In Ruanda, Indien und Haiti. Bereits zwei Mal wurde in Ruanda eine Osteraktion mit der Vergabe von Hühnern durchgeführt, die beide Male viele Erfolge verzeichnen konnte. So konnte Josephine aus Ruanda eine kleine Hühnerzucht starten und verkauft ihre Eier oder das Fleisch auf dem örtlichen Markt. Eier sind ausserdem gesund und Teil einer nahrhaften Ernährung. Es steckt allerdings noch mehr hinter dieser Form einer Lebensgrundlage: werden mehreren Menschen oder Familien Nutztiere vergeben, kann Handel mit den Nutztieren selbst oder deren Produkten betrieben werden. Im Ergebnis werden die Familien unabhängiger und die Wirtschaft einer ganzen Gemeinde wird angekurbelt. Die Nutztiere für Ruanda, Indien und Haiti wurden allesamt bei einem örtlichen Bauern gekauft, dessen Portemonnaie sich dadurch auch aufgebessert hat. Denn Handel ist von besonderer Bedeutung, um die Wirtschaft eines Entwicklungslandes anzukurbeln. Weiterlesen

Kinderparlamente – Damit jedes Kind eine Stimme erhält

IMG_1686Today’s children are tomorrow’s leaders:

„Bevor unsere Gesellschaft unsere Kinder vergiftet, mach sie immun dagegen und bereite sie vor, unsere Gesellschaft zum Besseren zu wenden“

Dies ist ein Zitat von ora’s Projektleiterin Schwester Ephrem, die das Kloster Anbu Illam in den Slums der Stadt Salem in Indien führt. In dieser Gegend, wie auch in vielen anderen Slums, sind Kinder aufgrund der Armut und den fehlenden Perspektiven mehreren Risiken ausgesetzt: Kinderarbeit, Menschenhandel, Kinderprostitution und Sklaverei sind nur einige schreckliche Beispiele. Vor allem Mädchen haben ein höheres Risiko, in Bordellen oder in Fabriken versklavt zu werden, da die Frau vor allem im ländlichen Indien weniger wert ist als ihr männliches Pendant. Schwester Ephrem und ihre Mitarbeiter arbeiten konstant daran, Kinder in derartigen Situationen zu befreien. Sie betont aber auch, dass diese unmenschlichen Praktiken vielfach unerkannt bleiben und nicht verfolgt werden. Weiterlesen

Haiti – Ein Jahr nach der Katastrophe

IMG_4050Vor ziemlich genau einem Jahr fegte der Hurrikan Matthew über Haiti und stellte unvorstellbare Schäden an: Hunderte Menschen starben, Zehntausende Häuser und Gebäude wurden zerstört und mehr als zwei Millionen Menschen verzeichneten eine direkte Betroffenheit. Auch heute noch sind die Folgen des Tropensturms spürbar, denn Haiti mangelt es, unter anderem durch die grosse Armut des Landes, an diversen staatlichen Strukturen. Das Gesundheitssystem des Landes ist quasi inexistent und vermochte es nicht, die zahlreichen Verletzten alleine zu versorgen. Auch mangelte es an staatlicher Hilfe für den Wiederaufbau der Häuser und Gebäude, was viele Obdachlose nach sich zog. In der Folge waren mehr als 750’000 Menschen abhängig von humanitärer Hilfe aus dem Ausland und sind es in grossen Teilen heute noch. Weiterlesen

Guinea-Bissau: Menschliche Entwicklung mit Bildung vorantreiben

Als ich meiner Familie von der SitIMG_4554uation in Guinea-Bissau erzählte, schauten sie mich mit grossen, erstaunten Augen an und fragten: „Wer oder was ist Guinea-Bissau?“ Ich konnte es ihnen nicht verübeln: Auch ich würde ohne meine Praktikumsstelle bei ora international nur wenig Kenntnisse über dieses westafrikanische Land verfügen. Geht es Ihnen wie meiner Familie? Falls Ja werden Sie heute bestimmt etwas lernen, denn es folgt der vierte Teil unserer Serie über Bildung in den ora-Projektländern.

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Indien – Arbeit statt Schule

IMG_1705Im dritten Teil unsere Serie über die Bildung in den ora-Projektländern stellen wir Ihnen Indien vor – ein Land, das wegen verbreiteter Kinderarbeit und hoher Armut nicht allen Kindern Bildung ermöglichen kann.

In Indien arbeiten 12 % aller Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren, in absoluten Zahlen sind dies laut UNICEF rund 10.1 Millionen Kinder. Sie sind gezwungen, in Bergminen, auf dem Land, in Häusern, Bordellen und Fabriken zu arbeiten. Die Konsequenz davon ist oft fehlende Bildung und somit die Verwehrung eines besseren Lebens. Unter Kinderarbeit versteht die UNO Formen von Arbeit, wofür Kinder zu jung sind und die sie ihrer Kinderheit berauben. Darunter gehen Arbeiten, die ausbeuterisch oder gefährlich sind oder die die Kinder davon abhalten, die Schule zu besuchen. Der Begriff kann je nach Ansicht legale Arbeit von Kindern mit einschliessen, dieser Artikel richtet sich in jeder Hinsicht an die Formen von Kinderarbeit der UNO-Definition. Weiterlesen

Back to School – für alle?

Raymond 3Jedes Jahr nach den Sommerferien erfahren Schweizer Schüler und Schülerinnen dasselbe – Back to School oder „Freude bei den Eltern, Wehmut bei den Kindern“. Manche würden am liebsten wieder am Strand liegen, andere freuen sich auf ihre Schulfreunde und hoffentlich viele sind so wissbegierig, dass sie die Schule gar nicht mehr abwarten können. Wie ist es aber, wenn Schule und Bildung nicht selbstverständlich sind?

In der Schweiz ist die Grundschulbildung unentgeltlich, obligatorisch und steht allen, auch behinderten Kindern, offen. Ausserdem untersteht sie staatlicher Aufsicht oder Leitung, was eine umfassende Grundschulbildung garantiert. Für Schweizer Kinder soll Bildung bedeuten, dass einem alle Türen offen stehen und jedes Kind seinen Fähigkeiten zufolge gefödert wird. In Entwicklungsländern wie Haiti, Ruanda oder Guinea-Bissau ist dies anders: Die Schule und deren Materialien sind vielerorts zu teuer und lohnt sich für die Familie nicht, denn häufig sind Eltern oder Grosseltern auf die Mitarbeit des Kindes zu Hause angewiesen. Ein Teufelskreis entsteht: Ohne Bildung und Erlernung eines Berufes steht dem Kind keine andere Tür offen als jene, die es schon kennt.

In dieser neuen Serie informieren wir Sie wöchentlich über die Schulsysteme in unseren Projektländern und allgemein über die Bedeutung von Bildung. Heute auf dem Programm: Der Inselstaat Haiti.

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ora aktuell: Es ist so viel geschehen

TitelbildManchmal ist es nur ein kleiner Anstoss, der Unglaubliches leistet. ora kümmert sich um die Ärmsten der Armen, um Kinder, ihre Familien,alte Menschen, körperlich oder geistig Versehrte.

Finden Sie hier die Broschüre mit den aktuellen Berichten, u.a.: Weiterlesen

Laufen gegen Kinderarmut – ein Rückblick

_CB57983In unserer ora „aktuell“ Frühjahrsausgabe berichteten wir über Oliver Speich,  selbständiger Zürcher Notarpatentinhaber und Mediator, und seinem Vorhaben, den härtesten Ultramarathon der Welt zu laufen und damit Spendengelder für notleidende Kinder zu sammeln.

Lesen Sie in diesem Artikel den authentischen Bericht aus dem Blick des Läufers, der mit seinem Lauf bewundernswerte 7’125 Franken sammeln konnte. Weiterlesen

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Auf gehts – Rundreise auf der Insel Hispaniola

Machen Sie mit Ralph Kunze von der DMMK eine 15 tägige Rundreise auf Haiti und der Domenikanischen Republik. Schauen Sie hinter die Kulissen. Weiterlesen