Kategorie-Archiv: Artikel und Links aus aller Welt

BH gegen Gewalt – die etwas andere Hilfe

PlakatHäusliche Gewalt ist ein Thema, das die Medien und die Bevölkerung schon zu lange beschäftigt. Doch es darf nicht lockergelassen werden: Erst wenn keine Frau in ihren eigenen vier Wänden mehr Angst haben muss, ist der Kampf gegen häusliche Gewalt vorbei.

ora international hat der häuslichen Gewalt mit dem Projekt „BH gegen Gewalt“ den Kampf angesagt, womit gewaltbetroffenen Frauen in Rumänien geholfen wird. Im Rahmen dieses Projekts werden gut erhaltene BH’s in der Schweiz gesammelt und nach Rumänien in das Frauenhaus der Kleinstadt Gheorgheni geschickt. Dort werden sie von den Bewohnerinnen des Frauenhauses aufbereitet und anschliessend verkauft. Daraus erzielen sie ein kleines Einkommen, das sie auf ihrem Weg in ein gewaltfreies, unabhängiges Leben unterstützt. Dieses Verarbeiten stellt auch eine wichtige Ablenkung in Form einer Aufgabe dar, die den Frauen Selbstbewusstsein gibt. Schliesslich wird auf das Thema der häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht, das im ländlichen Rumänien noch immer ein Tabuthema ist. Frauen müssen wissen, dass sie Rechte haben und dass ein selbstständiges Leben durchaus möglich ist. Diese Aktion verfolgt folglich mit dieser kleinen (oder grossen, je nach Cup-Form) Unterstützung das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Weiterlesen

Kinderparlamente – Damit jedes Kind eine Stimme erhält

IMG_1686Today’s children are tomorrow’s leaders:

„Bevor unsere Gesellschaft unsere Kinder vergiftet, mach sie immun dagegen und bereite sie vor, unsere Gesellschaft zum Besseren zu wenden“

Dies ist ein Zitat von ora’s Projektleiterin Schwester Ephrem, die das Kloster Anbu Illam in den Slums der Stadt Salem in Indien führt. In dieser Gegend, wie auch in vielen anderen Slums, sind Kinder aufgrund der Armut und den fehlenden Perspektiven mehreren Risiken ausgesetzt: Kinderarbeit, Menschenhandel, Kinderprostitution und Sklaverei sind nur einige schreckliche Beispiele. Vor allem Mädchen haben ein höheres Risiko, in Bordellen oder in Fabriken versklavt zu werden, da die Frau vor allem im ländlichen Indien weniger wert ist als ihr männliches Pendant. Schwester Ephrem und ihre Mitarbeiter arbeiten konstant daran, Kinder in derartigen Situationen zu befreien. Sie betont aber auch, dass diese unmenschlichen Praktiken vielfach unerkannt bleiben und nicht verfolgt werden. Weiterlesen

Haiti – Ein Jahr nach der Katastrophe

IMG_4050Vor ziemlich genau einem Jahr fegte der Hurrikan Matthew über Haiti und stellte unvorstellbare Schäden an: Hunderte Menschen starben, Zehntausende Häuser und Gebäude wurden zerstört und mehr als zwei Millionen Menschen verzeichneten eine direkte Betroffenheit. Auch heute noch sind die Folgen des Tropensturms spürbar, denn Haiti mangelt es, unter anderem durch die grosse Armut des Landes, an diversen staatlichen Strukturen. Das Gesundheitssystem des Landes ist quasi inexistent und vermochte es nicht, die zahlreichen Verletzten alleine zu versorgen. Auch mangelte es an staatlicher Hilfe für den Wiederaufbau der Häuser und Gebäude, was viele Obdachlose nach sich zog. In der Folge waren mehr als 750’000 Menschen abhängig von humanitärer Hilfe aus dem Ausland und sind es in grossen Teilen heute noch. Weiterlesen

Die Bedeutung von Bildung

DSC_0077_webIn den vergangenen paar Wochen haben wir euch über die Bildung und Schulsysteme in den ora-Projektländern Haiti, Ruanda, Indien, Moldawien und Guinea-Bissau berichtet. Nun können wir im sechsten und letzten Teil unserer Serie über Bildung folgenden Schluss ziehen: Bildung bedeutet mehr als die  Erlernung des Alphabets und der Mathematik oder das Knüpfen von Freundschaften und Kontakten – Bildung ist das Finden eines Weges aus der Armut, das Vorantreiben menschlicher Entwicklung, das Brechen mit traditionellen Strukturen und die Verwirklichung eigener Wünsche. Mit anderen Worten: Bildung ist Zukunft.  Weiterlesen

Moldawien: Bildung als Weg aus der Armut

Moldawien_Mai15 223Heute möchten wir Ihnen Näheres über das osteuropäische Land Moldawien und dessen Bedeutung der Bildung vorstellen. Moldawien wird anhand verschiedener Kennzahlen als das ärmste Land Europas identifiziert: Hier leben rund ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, das Bruttoinlandprodukt ist das tiefste in ganz Europa und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Auch in Bezug auf Indikatoren der menschlichen Entwicklung werden beunruhigende Meldungen geliefert: Menschenrechte, wie das Recht auf faire Gerichtsverhandlungen, das Diskriminierungs- und das Folterverbot, werden laut Amnesty International regelmässig verletzt und nur Ungenügendes wird von der Regierung dagegen unternommen. Vor allem Minderheiten wie die Roma erfahren verschiedenste Diskriminierungen und gewalttätige Übergriffe und leben unter sehr niedrigen Lebensstandards. Weiter sind gesundheitliche Risiken in Moldawien auf dem Vormarsch, so ist in keinem europäischen Land Tuberkulose so stark verbreitet wie in Moldawien. Das staatliche Gesundheitssystem hat viele Lücken und kann keine entsprechende Versorgung bereitsstellen. Im Resultat sind viele Menschen, vor allem viele arme Menschen, auf sich allein gestellt. Auch im Bereich der Bildung ergeben sich Verbesserungspotentiale, denn nur 93 % der Kinder besuchen die Primarschule. In anderen Worten geht beinahe eines von zehn Kindern nicht zur Schule. Weiterlesen

Guinea-Bissau: Menschliche Entwicklung mit Bildung vorantreiben

Als ich meiner Familie von der SitIMG_4554uation in Guinea-Bissau erzählte, schauten sie mich mit grossen, erstaunten Augen an und fragten: „Wer oder was ist Guinea-Bissau?“ Ich konnte es ihnen nicht verübeln: Auch ich würde ohne meine Praktikumsstelle bei ora international nur wenig Kenntnisse über dieses westafrikanische Land verfügen. Geht es Ihnen wie meiner Familie? Falls Ja werden Sie heute bestimmt etwas lernen, denn es folgt der vierte Teil unserer Serie über Bildung in den ora-Projektländern.

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Indien – Arbeit statt Schule

IMG_1705Im dritten Teil unsere Serie über die Bildung in den ora-Projektländern stellen wir Ihnen Indien vor – ein Land, das wegen verbreiteter Kinderarbeit und hoher Armut nicht allen Kindern Bildung ermöglichen kann.

In Indien arbeiten 12 % aller Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren, in absoluten Zahlen sind dies laut UNICEF rund 10.1 Millionen Kinder. Sie sind gezwungen, in Bergminen, auf dem Land, in Häusern, Bordellen und Fabriken zu arbeiten. Die Konsequenz davon ist oft fehlende Bildung und somit die Verwehrung eines besseren Lebens. Unter Kinderarbeit versteht die UNO Formen von Arbeit, wofür Kinder zu jung sind und die sie ihrer Kinderheit berauben. Darunter gehen Arbeiten, die ausbeuterisch oder gefährlich sind oder die die Kinder davon abhalten, die Schule zu besuchen. Der Begriff kann je nach Ansicht legale Arbeit von Kindern mit einschliessen, dieser Artikel richtet sich in jeder Hinsicht an die Formen von Kinderarbeit der UNO-Definition. Weiterlesen

Ruanda: Bildung mit vielen Herausforderungen

secondary school in rda

Herzlich Willkommen zum zweiten Teil unserer Bildungsserie! Heute möchten wir Ihnen das Schulsystem und dessen Bedeutung in Ruanda vorstellen. Das ostafrikanische Land befindet sich hinsichtlich verschiedener Faktoren im Aufbau, so ist der Index für die menschliche Entwicklung seit dem Jahr 2000 stetig angestiegen. Um weiteres wirtschaftliches und soziales Wachstum zu garantieren, ist aber noch einiges zu tun.

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Back to School – für alle?

Raymond 3Jedes Jahr nach den Sommerferien erfahren Schweizer Schüler und Schülerinnen dasselbe – Back to School oder „Freude bei den Eltern, Wehmut bei den Kindern“. Manche würden am liebsten wieder am Strand liegen, andere freuen sich auf ihre Schulfreunde und hoffentlich viele sind so wissbegierig, dass sie die Schule gar nicht mehr abwarten können. Wie ist es aber, wenn Schule und Bildung nicht selbstverständlich sind?

In der Schweiz ist die Grundschulbildung unentgeltlich, obligatorisch und steht allen, auch behinderten Kindern, offen. Ausserdem untersteht sie staatlicher Aufsicht oder Leitung, was eine umfassende Grundschulbildung garantiert. Für Schweizer Kinder soll Bildung bedeuten, dass einem alle Türen offen stehen und jedes Kind seinen Fähigkeiten zufolge gefödert wird. In Entwicklungsländern wie Haiti, Ruanda oder Guinea-Bissau ist dies anders: Die Schule und deren Materialien sind vielerorts zu teuer und lohnt sich für die Familie nicht, denn häufig sind Eltern oder Grosseltern auf die Mitarbeit des Kindes zu Hause angewiesen. Ein Teufelskreis entsteht: Ohne Bildung und Erlernung eines Berufes steht dem Kind keine andere Tür offen als jene, die es schon kennt.

In dieser neuen Serie informieren wir Sie wöchentlich über die Schulsysteme in unseren Projektländern und allgemein über die Bedeutung von Bildung. Heute auf dem Programm: Der Inselstaat Haiti.

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