Bildung in Ruanda: Wenden Sie das Blatt im Leben eines Kindes!

????????????????????????????????????„Der Lehrer erklärt uns, dass wir zum Schreiben ein Schulheft mitbringen müssen. Das ist nicht einfach. Wir haben nicht viel Geld und Hefte sind sehr teuer. Wenn ich kein Heft zum Mitschreiben in der Schule habe, schreibe ich eben auf etwas anderem. Heute habe ich ein Stück Karton.“ Dieses Zitat stammt vom 13-jährigen Chadrack, der im ruandischen Kiyovu bei seiner Cousine lebt. Er ist gut in der Schule und geht auch gerne hin, aber, wie das Zitat genügend aufzeigt, kann er nicht alles aufschreiben, was er lernen muss und will. Denn in Ruanda müssen die Kinder für die Schulmaterialien selbst aufkommen und es gibt keine Chance, diese zu mieten. Für viele Familien, wie diejenige von Chadrack, sind die Kosten für die Schulmaterialen, dazu gehören Bücher, Schuluniformen und Schreibzeuge, schlichtweg zu hoch. Auch wenn sie ihre Kinder zur Schule schicken möchten, wird durch die Schulmaterialen eine manchmal nicht zu überwindende Schranke gesetzt. Was wären also die Konsequenzen? Kann Chadrack die Schule nicht besuchen oder werden ihm keine Schulmaterialien zur Verfügung gestellt, wird er wie seine Familie in der Armut stecken bleiben. Bildung ist seine Chance zu einem besseren, sorgenfreieren Leben. Weiterlesen

Empowerment von Frauen und Mädchen in Indien

2014-12_India_Anbu-Illam-030-1200x801„Von Frauen wird erwartet, dass sie in jedem Lebensabschnitt den Männern gehorchen. Eltern hoffen auf ein männliches Kind und vernachlässigen oftmals ihre Töchter: Sie ernähren sie mangelhaft und Geld für ihre Bildung auszugeben kommt nicht infrage. Allgemein sind die Zugänge zu Bildung, Hygiene und Freizeitmöglichkeiten von Frauen eingeschränkt.“

Dieses Zitat stammt von Schwester Ephrem, ora international’s Projektpartnerin in Indien. Sie und ihre Mitarbeiterinnen unterhalten das Kloster Anbu Illam, das sich um die armen Leute der Umgebung kümmern. Auch die Kinderparlamente sind dort angesiedelt. Die Ungleichbehandlung kriegt sie aus erster Hand mit, so werden Mädchen öfters zum Arbeiten verdonnert, werden verheiratet und können die Schule nicht mehr besuchen. Schwester Ephrem strebt das „Empowerment“ der Mädchen und Frauen an, möchte ihnen Perspektiven aufzeigen und eine Stimme geben, was die indische Gesellschaft nur mangelhaft tut. Mithilfe von Selbsthilfegruppen und Nähkursen für Frauen versucht sie, genau dies zu erreichen. Weiterlesen

Brennholz für Rumänien – Wärme schenken

old ladyDer Winter hält Einzug! Packt eure Mützen und Mäntel und holt eure Teekocher aus dem Versteck, jetzt wird es kalt! Ich als „Gfrörli“ bin immer besonders froh, wenn meine Stube endlich warm wird und ich mich wieder konzentrieren kann. Während ich mir allerdings nie Sorgen um die Wärme meiner Stube machen muss, sieht dies im rumänischen Georgheni anders aus: Die 72-jährige Gizella kann als einziges Einkommen umgerechnet 26 Euro staatliche Hilfe pro Monat verzeichnen. Dies reicht kaum für ein würdevolles Leben, geschweige denn für eine warme Stube. Weiterlesen

BH gegen Gewalt – die etwas andere Hilfe

PlakatHäusliche Gewalt ist ein Thema, das die Medien und die Bevölkerung schon zu lange beschäftigt. Doch es darf nicht lockergelassen werden: Erst wenn keine Frau in ihren eigenen vier Wänden mehr Angst haben muss, ist der Kampf gegen häusliche Gewalt vorbei.

ora international hat der häuslichen Gewalt mit dem Projekt „BH gegen Gewalt“ den Kampf angesagt, womit gewaltbetroffenen Frauen in Rumänien geholfen wird. Im Rahmen dieses Projekts werden gut erhaltene BH’s in der Schweiz gesammelt und nach Rumänien in das Frauenhaus der Kleinstadt Gheorgheni geschickt. Dort werden sie von den Bewohnerinnen des Frauenhauses aufbereitet und anschliessend verkauft. Daraus erzielen sie ein kleines Einkommen, das sie auf ihrem Weg in ein gewaltfreies, unabhängiges Leben unterstützt. Dieses Verarbeiten stellt auch eine wichtige Ablenkung in Form einer Aufgabe dar, die den Frauen Selbstbewusstsein gibt. Schliesslich wird auf das Thema der häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht, das im ländlichen Rumänien noch immer ein Tabuthema ist. Frauen müssen wissen, dass sie Rechte haben und dass ein selbstständiges Leben durchaus möglich ist. Diese Aktion verfolgt folglich mit dieser kleinen (oder grossen, je nach Cup-Form) Unterstützung das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Weiterlesen

Nutztiere für Ruanda, Haiti und Indien

In den meisten Entwicklungsländern ist die erdrückende Armut der hiesigen Bevölkerung ein grosses Problem. Die Menschen haben keine oder nur sehr ungenügende Möglichkeiten, sich und ihre Familien ernähren zu können. Diese Armut geht auf verschiedenste Gründe zurück, sei dies mangelnde Bildung, ungenügende staatliche Strukturen, Menschenrechtsverletzungen oder fehlende Lebensgrundlagen. Die Korrektur dieser Gründe kann zu einem neuen, unbeschwerteren Leben führen. Nun soll auf die Vergabe einer neuen Lebensgrundlage eingegangen werden: Einem Nutztier.

DSC_0493ora international ist in drei Ländern mit Tieraktionen an der Entwicklung beteiligt: In Ruanda, Indien und Haiti. Bereits zwei Mal wurde in Ruanda eine Osteraktion mit der Vergabe von Hühnern durchgeführt, die beide Male viele Erfolge verzeichnen konnte. So konnte Josephine aus Ruanda eine kleine Hühnerzucht starten und verkauft ihre Eier oder das Fleisch auf dem örtlichen Markt. Eier sind ausserdem gesund und Teil einer nahrhaften Ernährung. Es steckt allerdings noch mehr hinter dieser Form einer Lebensgrundlage: werden mehreren Menschen oder Familien Nutztiere vergeben, kann Handel mit den Nutztieren selbst oder deren Produkten betrieben werden. Im Ergebnis werden die Familien unabhängiger und die Wirtschaft einer ganzen Gemeinde wird angekurbelt. Die Nutztiere für Ruanda, Indien und Haiti wurden allesamt bei einem örtlichen Bauern gekauft, dessen Portemonnaie sich dadurch auch aufgebessert hat. Denn Handel ist von besonderer Bedeutung, um die Wirtschaft eines Entwicklungslandes anzukurbeln. Weiterlesen

Kinderparlamente – Damit jedes Kind eine Stimme erhält

IMG_1686Today’s children are tomorrow’s leaders:

„Bevor unsere Gesellschaft unsere Kinder vergiftet, mach sie immun dagegen und bereite sie vor, unsere Gesellschaft zum Besseren zu wenden“

Dies ist ein Zitat von ora’s Projektleiterin Schwester Ephrem, die das Kloster Anbu Illam in den Slums der Stadt Salem in Indien führt. In dieser Gegend, wie auch in vielen anderen Slums, sind Kinder aufgrund der Armut und den fehlenden Perspektiven mehreren Risiken ausgesetzt: Kinderarbeit, Menschenhandel, Kinderprostitution und Sklaverei sind nur einige schreckliche Beispiele. Vor allem Mädchen haben ein höheres Risiko, in Bordellen oder in Fabriken versklavt zu werden, da die Frau vor allem im ländlichen Indien weniger wert ist als ihr männliches Pendant. Schwester Ephrem und ihre Mitarbeiter arbeiten konstant daran, Kinder in derartigen Situationen zu befreien. Sie betont aber auch, dass diese unmenschlichen Praktiken vielfach unerkannt bleiben und nicht verfolgt werden. Weiterlesen

Haiti – Ein Jahr nach der Katastrophe

IMG_4050Vor ziemlich genau einem Jahr fegte der Hurrikan Matthew über Haiti und stellte unvorstellbare Schäden an: Hunderte Menschen starben, Zehntausende Häuser und Gebäude wurden zerstört und mehr als zwei Millionen Menschen verzeichneten eine direkte Betroffenheit. Auch heute noch sind die Folgen des Tropensturms spürbar, denn Haiti mangelt es, unter anderem durch die grosse Armut des Landes, an diversen staatlichen Strukturen. Das Gesundheitssystem des Landes ist quasi inexistent und vermochte es nicht, die zahlreichen Verletzten alleine zu versorgen. Auch mangelte es an staatlicher Hilfe für den Wiederaufbau der Häuser und Gebäude, was viele Obdachlose nach sich zog. In der Folge waren mehr als 750’000 Menschen abhängig von humanitärer Hilfe aus dem Ausland und sind es in grossen Teilen heute noch. Weiterlesen

Die Bedeutung von Bildung

DSC_0077_webIn den vergangenen paar Wochen haben wir euch über die Bildung und Schulsysteme in den ora-Projektländern Haiti, Ruanda, Indien, Moldawien und Guinea-Bissau berichtet. Nun können wir im sechsten und letzten Teil unserer Serie über Bildung folgenden Schluss ziehen: Bildung bedeutet mehr als die  Erlernung des Alphabets und der Mathematik oder das Knüpfen von Freundschaften und Kontakten – Bildung ist das Finden eines Weges aus der Armut, das Vorantreiben menschlicher Entwicklung, das Brechen mit traditionellen Strukturen und die Verwirklichung eigener Wünsche. Mit anderen Worten: Bildung ist Zukunft.  Weiterlesen

Moldawien: Bildung als Weg aus der Armut

Moldawien_Mai15 223Heute möchten wir Ihnen Näheres über das osteuropäische Land Moldawien und dessen Bedeutung der Bildung vorstellen. Moldawien wird anhand verschiedener Kennzahlen als das ärmste Land Europas identifiziert: Hier leben rund ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, das Bruttoinlandprodukt ist das tiefste in ganz Europa und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Auch in Bezug auf Indikatoren der menschlichen Entwicklung werden beunruhigende Meldungen geliefert: Menschenrechte, wie das Recht auf faire Gerichtsverhandlungen, das Diskriminierungs- und das Folterverbot, werden laut Amnesty International regelmässig verletzt und nur Ungenügendes wird von der Regierung dagegen unternommen. Vor allem Minderheiten wie die Roma erfahren verschiedenste Diskriminierungen und gewalttätige Übergriffe und leben unter sehr niedrigen Lebensstandards. Weiter sind gesundheitliche Risiken in Moldawien auf dem Vormarsch, so ist in keinem europäischen Land Tuberkulose so stark verbreitet wie in Moldawien. Das staatliche Gesundheitssystem hat viele Lücken und kann keine entsprechende Versorgung bereitsstellen. Im Resultat sind viele Menschen, vor allem viele arme Menschen, auf sich allein gestellt. Auch im Bereich der Bildung ergeben sich Verbesserungspotentiale, denn nur 93 % der Kinder besuchen die Primarschule. In anderen Worten geht beinahe eines von zehn Kindern nicht zur Schule. Weiterlesen