Projektreise nach Moldawien

Es haus3gibt Dinge, die kann man nicht in Worte fassen und auch nicht in Bildern festhalten – die muss man selber erleben.

Wir von ora geben uns zwar alle Mühe, Sie so gut es geht auf dem Laufenden zu halten und Ihnen zu vermitteln, wie die Situation in unseren verschiedenen Projektländern jeweils ist. Nun haben Sie aber die besondere Möglichkeit sich selbst ein Bild zu machen. Kommen Sie mit  uns auf Projektreise nach Moldawien und lernen Sie Land und Leute aus erster Hand kennen. Weiterlesen

ora-Projekte in Haiti: Situation nach Hurrikan Matthew noch weitgehend unklar

Mit einer Windgeschwindigkeit von mehr als 230 km/h  hat der Hurrikan Matthew am Dienstag Haiti mit voller Wucht getroffen. Der Sturm, der nebst heftigem Wind auch starke Regenfälle und Überflutungen mit sich brachte, hat das Land inzwischen in einem Zustand der Verwüstung hinter sich gelassen. Strassen und eine wichtige Verbindungsbrücke sind zerstört, sodass Teile des Landes noch nicht erreichbar sind. Kontakt zu unseren in Haiti unterstützten Projekten konnte noch nicht hergestellt werden, da auch Telefon- und Internetverbindungen lahmgelegt zu sein scheinen. Währenddessen halten die Regenfälle an.

Die akute Gefahr des Sturms scheint vorüber zu sein, jedoch sieht sich nun das Land, das sich noch nicht richtig von den Folgen des Erdbebens von 2010 erholt hat, mit den Langzeiteffekten der Katastrophe konfrontiert. Es ist davon auszugehen, dass die ganze Ernte zerstört sein wird, was Nahrungsknappheit und Hunger bedeutet. Ausserdem können sich durch die Überflutungen über Wasser ansteckbare Krankheiten wie Cholera verbreiten. Armut und politische Instabilität werden zunehmen.

Es ist ein weiterer Schicksalsschlag für ein Land, das bereits vorher mit diversen sozialen, politischen und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Wir suchen weiterhin den Kontakt zu unseren Projektpartnern vor Ort und werden Sie umgehend informieren, sobald wir mehr wissen.

Spenden für Haiti nehmen wir sehr gerne an mit dem Vermerk „Hurrikan Haiti“ auf unser Spendenkonto 30-19969-6.

Kindheitserinnerungen

Als ich ein Kind war, war ich Spurensucherin. Eine Zeit lang habe ich zusammen mit meiner besten Freundin jeden Tag nach der Schule interessante Spuren aufgespürt und diese verfolgt. Wir haben immer etwas gefunden. Einmal glaubten wir sogar, wir hätten die Spur von einem Marder am Waldrand entdeckt. 532758_3734409404108_319101477_n-jpgkopieIch war mir zwar nicht ganz sicher, was genau der Zusammenhang zwischen Marder und Mörder ist, jedoch war ich davon überzeugt, dass es einen geben muss. Auf jeden Fall war diese Spurensuche eine der aufregendsten und abenteuerlichsten. Ausserdem war ich als Kind erfolgreiche   Verkäuferin. Immer wieder haben mein Bruder und ich unseren Strassenverkaufsstand geöffnet und die zufällig vorbeikommenden Passanten mit einer überwältigenden Auswahl an atemberaubend schönen Steinen von unserem Kiesweg und einzigartigen Gänseblümchen aus dem Garten beglückt. Manchmal kombinierten wir die Blumen sogar noch mit einem Büschel Gras und Klee, sodass wir die Kundschaft mit völlig ausgefallenen Zusammenstellungen und richtig üppigen Blumensträussen richtiggehend begeistern konnten. Ich war aber auch Zirkusartistin. Weiterlesen

Brot für Kobane

Noch immer erreichen uns grausame Bilder und Neuigkeiten über den  bereits seit Jahren anhaltenden Syrien Konflikt. Ein Krieg, der bislang circa 12 Millionen Menschen, und somit rund die Hälfte der Gesamtbevölkerung vor dem Krieg,  dazu zwang, ihr Zuhause hinter sich zu lassen und zu flüchten. Obwohl nicht alle Gebiete gleichermassen vom Krieg betroffen sind, so könnend die Menschen in Syrien überall zu Opfern derHoms, Syria - September 22, 2013: A woman walks near a residential area in the city of Homs destroyed in the fighting between the rebels of the Syrian National Army Gewalt werden und man ist nirgends wirklich sicher. Viele Syrer fliehen innerhalb des Landes in andere Regionen, wo sie teilweise vom Krieg eingeholt werden und weiterfliehen müssen. Andere fliehen in angrenzende Länder wie den Libanon oder die Türkei, wo sie in notdürftig aufgebauten Flüchtling Camps ausharren müssen. Dort warten sie auf die Möglichkeit weiter- oder zurückreisen zu können.

Obwohl die nordsyrische Stadt Kobane (oder Ain al-Arab) nach monatelangen Kämpfen heute fast nur noch aus Schutt und Asche besteht, kommen die ersten Rückkehrer langsam wieder in die Stadt. Syrer, die ihr Land verlassen mussten und Richtung Norden in die Türkei flüchteten, verlassen nun teilweise wieder die Camps und reisen zurück nach Kobane. Eine Stadt, die einer einzigen grossen Ruine gleicht. Weiterlesen

Wenn man nicht in die Schule gehen muss…sondern darf!

Nach den langen Sommerferien hat fast überall in der Schweiz die Schule wieder angefangen. Morgens, mittags und nachmittags sind vielerorts wieder haufenweise Kinder anzutreffen, die mit ihren Schultaschen, Rucksäcken oder „Chindsgi-Täschli“ unterwegs sind. In Gruppen Raymondoder alleine pilgern sie Richtung Schulhaus und zurück. Für einige ist dies noch neu und aufregend – aber mit der Zeit wird bei vielen die anfängliche Euphorie abflachen, es wird sich der Alltag einstellen und die Schule wird zunehmend zu einer lästigen Pflicht.

An ihren allerersten Schultag können sich wohl die meisten von uns noch gut erinnern. Weiterlesen

Gewalt gegen Frauen – Die Schwierigkeiten einer alleinerziehenden Mutter in Rumänien

 

Weltweit wird jede dritte Frau Opfer von physischer oder sexueller Gewalt. Auch in der Schweiz ist Gewalt gegen Frauen leider keine Seltenheit. Rund ¾ der Opfer von häuslicher Gewalt sind Frauen. Bei den Tätern handelt es sich dabei überwiegend um Partner oder Gewalt gegen Frauenex-Partner der Betroffenen und grösstenteils findet die Gewalt innerhalb der eigenen vier Wände statt. Um dem Leid zu Hause zu entkommen existieren diverse Anlaufstellen für die Opfer, welche Hilfe anbieten, sowie Frauenhäuser, in denen gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder Schutz finden.

Rumänische Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden, haben es besonders schwer. Weiterlesen

Mangos, die Geschichten erzählen

Allen, die sich auch gerne mal eine süsse Versuchung zwischendurch gönnen, wie ich, möchte ich hier ein ganz spezielles Produkt vorstellen. Denn diese Mangos sind nicht nur ein Gaumenschmaus – sie können einen für einen kurzen Moment geradewegs auf die schattige, belebte Veranda in einem kleinen, abgelegenen Dörfchen im fernen Afrika katapultieren.

„Die Verandas v9abb04_3271e5799f7d4e2d9bbc6574cdb88bbeor den Häusern sind die beliebtesten Treffpunkte in mosambikanischen Dörfern. Hier wird geplaudert und gelacht – und den Kindern die Haare geflochten. Besucher sind jederzeit willkommen. Dann rollen die Bewohner selbstgemachte Strohmatten aus und holen die besten Plastikstühle für ihre Gäste hervor.“

Dies ist eine Anekdote, die Aisha Amuri über ihr Leben in Mosambik zu berichten weiss. Sie ist Mangobäuerin in Nkholongue, einem kleinen Dorf in einer abgelegenen Region am Malawisee in Mosambik. In der Gegend gibt es unzählige Mangobäume, welche die dort lebende Bevölkerung jedes Jahr mit einem Reichtum an süssen Früchten beschenkt. Aufgrund des kleinen, lokalen Marktes und der Abgelegenheit der Dörfer war es den Leuten jedoch bis vor kurzem nicht möglich die Ernte zu verkaufen und davon zu profitieren. Ein Grossteil der Früchte verrottete ungenutzt, während die Bauern ohne Einkommen von Feldarbeit für den Eigenbedarf leben mussten.

Dies sollte sich aber mit der Geschäftsidee von Jonathan Litscher ändern. Weiterlesen

Lesen bildet- Bücher für Ruanda

DSC_0396Jeden Tag werden wir mit Nachrichten, Informationen, Wissen überflutet. Und wenn uns ein Thema näher interessiert, können wir das Internet dazu befragen, gehen in eine Bibliothek oder kaufen uns Bücher zum Nachlesen. Sich durch Lesen weiterzubilden, ist für uns völlig selbstverständlich- ein Leben lang.

Für viele Menschen in Ruanda sind Lesen und Bildung nach wie vor ein Privileg. In den Schulen haben die Schüler meist nur ein Heft. Bücher sind sehr selten und meist hat nur der Lehrer eins. Unterricht funktioniert vor allem im Sinne von Vorsprechen und Nachsprechen. Damit sind die Schüler vollständig davon abhängig, was ihnen ihre Lehrer an Informationen geben. Auch ausserhalb der Schule gibt es kaum Zugang zu (freiem) Wissen. Weiterlesen

Rückblick: Mein Praktikum bei ora international

DankeschönEs ist schon wieder so weit: Mein Praktikum bei ora international geht dem Ende zu. Vor elf Monaten hat mein Zwischenjahr bei ora international angefangen.

Zu meinen Aufgaben zählten unter anderem die Bewirtschaftung der Website von ora international und der Kampagne „BH gegen Gewalt“ und die Mithilfe bei der Patenschaftsverwaltung. Ausserdem durfte ich beim Toffen Märit und beim Gartenfest in Rüeggisberg mit einem Stand zur BH Kampagne mitwirken.

Meine absolute Lieblingsaufgabe war jedoch das Übersetzen der Kinderbriefe von Englisch auf Deutsch. Einen Einblick in den Alltag von über 300 Kinder aus unterschiedlichen und fremden Kulturen erhält man nicht jeden Tag, weshalb mich das sehr faszinierte. Bei manchen Briefen musste ich schmunzeln, bei anderen war mir zum Weinen zu Mute. Weiterlesen

Weltkindertag ist für uns nicht nur am ersten Juni!

01 Waisen aus unserem Projektstandort BikumbiÜber 145 Staaten dieser Welt feiern am 1. Juni den internationalen Kindertag. Der Tag soll Themen wie Kinderschutz und vor allem Kinderrechte in das öffentliche Bewusstsein rücken. Es ist ein unglaublich wichtiges und gleichzeitig nachdenklich stimmendes Ereignis. Viel zu viele Kinder wachsen ohne Rechte auf, dürfen nicht zur Schule gehen, werden zu Gewalt oder zu harter, illegaler Kinderarbeit verleitet.

Für ora international ist nicht nur der 1. Juni, sondern auch jeder andere Tag des Jahres ein Kindertag.

Tagtäglich wollen wir auf Kinder aufmerksam machen, die unwürdig aufleben müssen und wollen deren Situation so schnell wie möglich verbessern. Mit Projekten in acht Ländern auf vier Kontinenten kämpfen wir für die Kinderrechte. Weiterlesen